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03.09.2010
 

Verbandsstudie

Deutschland droht dramatischer Ärztemangel

Ärztemangel: 2020 werden bis zu 7000 Hausärzte weniger arbeitenZur Großansicht
dapd

Ärztemangel: 2020 werden bis zu 7000 Hausärzte weniger arbeiten

Die Zahl der Ärzte geht in Deutschland bedenklich zurück. Nach Angaben der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung werden 2020 bis zu 7000 Hausärzte weniger in der Bundesrepublik arbeiten. Die Verbände warnen vor einer "Wartelistemedizin".

Berlin - Deutschland leidet unter einem bedenklichen Ärzteschwund. Laut Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) wird es 2020 bis zu 7000 Hausärzte weniger in der Bundesrepublik geben als heute. Das gaben die beiden Organisationen unter Berufung auf eine neue Studie bekannt.

KBV-Chef Andreas Köhler nannte die Zahl "alarmierend". Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, warnte vor einer "Wartelistemedizin". Schon jetzt seien in Kliniken 5000 Stellen unbesetzt.

Der wachsende Ärztemangel hat der Untersuchung zufolge mehrere Ursachen. Demnach meldeten sich zwischen 2003 und 2008 knapp 5900 Jungärzte nicht bei den Ärztekammern an. Sie arbeiteten entweder nicht als Arzt oder seien direkt nach dem Studium ins Ausland gegangen. "Das kann an der fehlenden Vereinbarkeit von Beruf und Familie liegen, daran müssen wir arbeiten", erklärte Köhler.

Einen großen Aderlass stelle zudem die Abwanderung von Ärzten ins Ausland dar: Allein 2009 kehrten rund 2500 Ärzte Deutschland den Rücken. Insgesamt seien derzeit rund 17.000 deutsche Ärzte im Ausland tätig. "Diese Mediziner fehlen uns hier. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen für Ärzte in Deutschland attraktiver werden", erklärte Köhler.

Laut Studie steigt der Frauenanteil unter den Ärzten weiter an. Weil Frauen sich aber auch mehr um ihre Familie kümmerten, arbeiten sie laut Montgomery weniger in ihrem Beruf als Männer. Vor diesem Hintergrund bedeute der Anstieg des Frauenanteils unter den Ärzten von 33,6 Prozent im Jahr 1991 auf 42,2 Prozent im Jahr 2009 "eine gewaltige Veränderung".

ssu/AFP

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05.09.2010 von derfflingert: 01:29

Wenn man meine Kollegen und mich mit unhaltbaren Beleidigungen überzieht, wehre ich mich normalerweise, was ich auch schon öfter hier im Forum getan habe in den letzten Jahren. Inzwischen leiste ich mir "klammheimliche [...] mehr...

04.09.2010 von furzkissen: Kein Problem !

Wir verstaalichen jetzt neben dem Energiesektor und der Pharmaindustrie auch noch den gesamten Mediziensektor! Am besten bauen wir dann noch ne schöne große Mauer um Deutschland herum (in guter alter Tradition) damit die bösen [...] mehr...

04.09.2010 von Robowski: Richtig

Ich habe mittlerweile neben Deutschland in vier anderen Laendern gearbeitet. Eins habe ich gelernt. Die Deutschen jammern auf einem sehr hohem Niveau und haben ueberhaupt keine Vorstellung davon wie sehr ihnen im dt [...] mehr...

04.09.2010 von barca: Blödes Gerede von der "Elite"

Mit welchem Recht werden Akademiker als "Elite" bezeichnet? Sie haben sich einen Beruf nach ihren Fähigkeiten ausgesucht und den sie gerne ausüben wollen. Genauso wie Menschen, die im Büro, auf dem Bau oder sonst wo [...] mehr...

04.09.2010 von Wafthrudnir: Zustimmung

Kann man so unterschreiben. Ich arbeite in der medizinischen Grundlagenforschung, Schwerpunkt Immunologie. Und das für ein Gehalt von knapp über 1000 € für eine 60 bis 70 Stunden Woche. Sobald ich den Doktortitel in der Tasche [...] mehr...

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