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06.09.2010
 

Flugsicherheit

Chinesische Piloten fälschten Flugstunden-Nachweise

Ein Überprüfung der Piloten der chinesischen Fluggesellschaft Shenzhen Airlines hat ein unerwartetes Ergebnis zutage gefördert: Mehr als hundert von ihnen hatten bei der Bewerbung die Nachweise ihrer Flugerfahrung gefälscht. Auch die Piloten anderer Fluggesellschaften haben betrogen.

Peking - Insgesamt haben nach offiziellen Angaben mehr als 200 Piloten in China ihre Lebensläufe gefälscht, um eingestellt zu werden. Die Zivilluftfahrtbehörde wolle daher die Qualifizierung aller Piloten in einer großangelegten Untersuchung unter die Lupe nehmen, teilte die Regierung am Montag auf ihrer Nachrichten-Website mit. Demnach schönten in den Jahren 2008 und 2009 mehr als 200 Piloten ihre Lebensläufe und übertrieben dabei unter anderem bei den Angaben zu ihrer Flugerfahrung. Einige der Piloten hätten bei jedem Arbeitgeberwechsel ihren Lebenslauf gefälscht.

Bei einigen handle es sich um ehemalige Armeepiloten, die in die zivile Luftfahrt wechselten. Nach dem Auffliegen der Fälschungen seien viele von ihnen neu untersucht und in Schulungen geschickt worden.

Die Hälfte der beschuldigten Piloten war den Angaben zufolge bei der Fluggesellschaft Shenzhen Airlines beschäftigt, deren Tochtergesellschaft Henan Airlines am 24. August einen schweren Flugzeugabsturz verzeichnete. Die Henan-Airlines-Maschine war in der Provinz Heilongjiang über die Landebahn hinausgeschossen und verunglückt. Von den 96 Insassen kamen 42 ums Leben. Der Regierung zufolge konzentrieren sich die Ermittler auf einen Pilotenfehler als mögliche Ursache für das Unglück.

Nach dem Absturz hatten die chinesischen Behörden bereits eine Untersuchung der 1300 Maschinen zählenden Linienflugzeug-Flotte des Landes eingeleitet. Die Regierung kündigte an, auch die Qualifizierungen anderer Angestellter der Luftfahrt zu untersuchen, etwa von Ausbildern, Fluglotsen und Mechanikern.

mik/AFP

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insgesamt 10 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
06.09.2010 von heiden98: na und?

Ja ja, in den USA ist schon mal jemand abgestraft worden, weil er das alte englische Wort "niggardly" (=geizig) verwendet hat, und Raps heisst dort auch, anders als in Europa ("rape" = Doppelbedeutung, [...] mehr...

06.09.2010 von G. Whittome: Nur Flugstundennachweise?

Kein Wunder gibt es in Taiwan - gerade auch unter den Studierenden - heftigen Widerstand gegen die von der KMT-Regierung propagierte Anerkennung chinesischer Diplome und Uni-Abschlüsse. mehr...

06.09.2010 von ferdicat: auch in Deutschland

Wer denkt das es nur in China GETÜRKTE ;-) Lebensläufe bei Piloten gibt, der glaubt sicher auch noch an Weihnachtsmann! Ich bin selber Verkehrspilot und kann mit Sicherheit sagen das es bei einer namenhaften deutschen Airline [...] mehr...

06.09.2010 von holzheizer: Danke an SPON für die schnelle Änderung

Bitte nicht falsch verstehen, denn es geht mir nicht um etymologische Studien. Es geht mir darum, was Worte (unbewußt) anrichten können: getürkt = Türke = Betrüger PS: Danke an SPON für die schnelle Änderung! @semper fi: [...] mehr...

06.09.2010 von semper fi: -

Wenn Sie sich hauptberuflich mit Sprachen auseinandersetzen, hoffentlich auch mit der deutschen, dann müssen Sie wissen, dass dieser Begriff seit hunderten von Jahren zum deutschen Sprachschatz gehört. Insofern ist nicht die [...] mehr...

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