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07.09.2010
 

Trotz Realschulabschluss

Zehntausende suchen vergeblich einen Job

Auszubildende in Dresden: Ohne Berufsausbildung kaum Chancen auf dem ArbeitsmarktZur Großansicht
AP

Auszubildende in Dresden: Ohne Berufsausbildung kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Für Berufseinsteiger sind die Zeiten schlecht: Einer Studie zufolge finden immer weniger junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Betroffen sind nicht nur Hauptschüler oder Schulabbrecher, sondern mittlerweile auch Jugendliche mit Realschulabschluss.

Gütersloh - Sie sind jung, haben einen Schulabschluss - und kommen trotzdem nicht auf dem Arbeitsmarkt unter. Allein in Westdeutschland haben rund 260.000 Realschulabsolventen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren keine Berufsausbildung. Insgesamt sind mittlerweile 1,5 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss - etwa jeder Fünfte. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung, die in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung entstanden ist.

Die Studie weist vor allem auf die fatalen Konsequenzen hin, mit denen junge Menschen ohne Ausbildungsplatz rechnen müssen. Ihre Chancen auf eine Voll- oder Teilzeiterwerbstätigkeit ist seit 1996 deutlich gesunken, ihr Arbeitslosigkeitsrisiko hat dagegen merklich zugenommen.

So waren beispielsweise im Jahr 2007 von den männlichen Realschulabsolventen ohne Ausbildungsabschluss 22,5 Prozent erwerbslos. Von den jungen Männern mit Hauptschulabschluss ohne berufliche Qualifikation war knapp ein Viertel von Erwerbslosigkeit betroffen, von den Hauptschulabsolventen mit Berufsabschluss hingegen lediglich neun Prozent.

Nur wer ein Abitur in der Tasche hat, braucht nicht unbedingt eine abgeschlossene Ausbildung. "Voraussetzung für die Teilhabe am Arbeitsmarkt ist heute eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Abitur", fasst Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, die Studienergebnisse zusammen. "Ein Haupt- oder Realschulabschluss allein schützt heute nicht mehr vor Arbeitslosigkeit."

Um die Chancen der Jugendlichen zu verbessern, seien tiefgreifende Reformen in der Bildungspolitik notwendig. Nur so werde Erfolg in Schule und Ausbildung auch "unabhängig von der sozialen oder ethnischen Herkunft der Jugendlichen" möglich. Um den Mangel an Ausbildungsplätzen zu beheben, sollten neben dem dualen System auch alternative Ausbildungsformen und "Nachqualifizierungsangebote" angeboten werden.

Defizite bei der beruflichen Bildung in Deutschland sieht auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Bildungsexperten kritisierten am Dienstag die große Zahl an Jugendlichen ohne berufliche Ausbildung.

kim/Reuters/dpa

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Die neuesten Beiträge:
24.09.2010 von Kontrastprogramm: Gabs da nicht im Osten mal ein Polytechnikum

Bin kein Ossispezialist, aber ich glaube die hatten da drüben mal eine Kombination aus Schule und Berufsausbildung. Vieleicht wäre das eine hilfreiche Maßnahme, vor allem für Leute, die wegen Herkunft/Abstammung keine große [...] mehr...

24.09.2010 von shorty84: it-unternehmen

] und genau das ist es.. wie soll ich frisch ausgelernt schon die erfahrungen aufweisen? muss mir mal einer erklären... mehr...

09.09.2010 von 08154711: DDD - Der Doofe Deutsche

Da kann man dann ein Link weiter lesen. ...2015 geht Deutschland an Fachkräftemangel zu Grunde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716284,00.html Die Volksverdummung nimmt wirklich groteske Züge an. mehr...

09.09.2010 von ich2010: ?!?

[QUOTE=shorty84;6193856][QUOTE=Hercules Rockefeller;6191414]Die "Qualifizierungsbemühungen" gibt es nur bis maximal 25 und wenn man keinen Schulabschluß bzw. einen unterhalb Realschule hat. Wer einen Realschulabschluß [...] mehr...

08.09.2010 von nettozahler: Berufsabschluss

Unternehmen die mit erhöhtem Personalbedarf rechnen bilden selbstverständlich aus. Die die nicht damit rechnen natürlich nicht. Im administrativen Bereich sinkt infolge des erhöhten Einsatzes von EDV-Lösungen der Bedarf eher als [...] mehr...

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