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08.09.2010
 

Finanznot

Obama will Niedrigsteuer für Reiche abschaffen

US-Präsident Obama bei einer Rede in Ohio: Zahlreiche Angriffe gegen die OppositionZur Großansicht
AP

US-Präsident Obama bei einer Rede in Ohio: Zahlreiche Angriffe gegen die Opposition

Barack Obama bittet die reichen Amerikaner zur Kasse: Der US-Präsident plant, Steuererleichterungen für Wohlhabende auslaufen zu lassen um das Schuldenloch zu füllen. Der Mittelstand soll hingegen verschont werden - dieser hätte in den vergangenen zehn Jahren am meisten gelitten.

Washington - US-Präsident Barack Obama will trotz massiven Widerstands von Republikanern die unter seinem Vorgänger George W. Bush eingeführten Niedrigsteuern für Reiche abschaffen. Es gehe ihm nicht darum, wohlhabende Bürger zu bestrafen, sagte Obama am Mittwoch in einer kämpferischen Wirtschaftsrede in Cleveland im Bundesstaat Ohio, die mit zahlreichen Angriffen auf die Opposition gespickt war. "Es liegt daran, dass wir uns das Preisschild von 700 Milliarden Dollar nicht leisten können", hieß es in vorab veröffentlichten Auszügen der Rede. So viel würde die Beibehaltung dieser Steuerkürzungen in den nächsten zehn Jahren kosten.

Dagegen will Obama die Steuererleichterungen für die Mittelklasse - Bürger mit einem Jahreseinkommen bis zu 250.000 Dollar - in Kraft lassen. Dies sei die Bevölkerungsgruppe, deren Löhne und Gehälter in der vergangenen Dekade gelitten hätten, sagte Obama. Und das seien auch die Menschen, die ihr Geld am ehesten für tägliche Notwendigkeiten ausgeben und damit die Wirtschaft als Ganzes stärken würden.

Vor allem angesichts der anstehenden Kongresswahlen in zwei Monaten ist das Thema Steuern in den USA zum heißen Eisen geworden. Die oppositionellen Republikaner wollen die Bush-Steuererleichterungen fortschreiben. Alles andere wäre Gift für die flaue US-Konjunktur, argumentieren sie. Obama und die Demokraten setzten dagegen stärker auf Konjunkturprogramme.

So schlug Obama in Ohio erneut ein 50-Milliarden-Dollar-Programm zum Infrastrukturausbau vor. Das Geld soll innerhalb der nächsten sechs Jahre zum massiven Ausbau von Straßen, Eisenbahnlinien und Flughäfen eingesetzt werden und Arbeitsplätze schaffen. Der Präsident setzte sich außerdem für dauerhafte und großzügigere Steuererleichterungen für Unternehmen in den Bereichen Forschung und Innovation ein, damit will er auch eine Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland verhindern. Obama schlug weiter vor, dass Unternehmen ihre gesamten Investitionen in Ausrüstung und Modernisierung im Jahr 2011 von der Steuer absetzen können.

Bei den Wahlen am 2. November droht dem Regierungslager laut Umfragen eine Niederlage. Bei den Demokraten geht bereits die Furcht um, sie könnten in beiden Parlamentskammern die Mehrheit verlieren.

luk/dpa/Reuters

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09.09.2010 von theVaticani: Na siehste

Endlich haben die Menschen erkannt, dass die alten Doktrien, die durch Blair, Bush, Schröder hochgehalten wurden, nehmt den Armen und gebt den Reichen, nicht weiter zu verfolgen sind. Es hat nähmlich nichts gebracht. Je Reicher [...] mehr...

09.09.2010 von Gandhi: Abschaffen und auslaufen lassen

sind nicht dasselbe. Obama will Bushs Steuernachlass auslaufen lassen, da die Reichen ihn nicht zum Wohl der Gesellschaft genutzt haben. Der Mittelstand soll auch nicht verschont werden, er soll entlastet werden, so wie der [...] mehr...

08.09.2010 von der.letzte.dodo: Niedrigsteuer ist gut

In neun amrikanischen Bundesstaaten gibt es weder Einkommensteuer für Private noch für Unternehmen 50% aller Konzerne sind in Delaware registriert, u.a. auch Coca Cola Die USA sind die größte Steueroase der Welt mehr...

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Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

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