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10.09.2010
 

Ausfuhr-Boom

Autobranche exportiert 40 Prozent mehr

Die deutsche Wirtschaft verzeichnet einen massiven Exportboom: Laut Statistischem Bundesamt haben die Unternehmen im ersten Halbjahr 17 Prozent mehr Waren ausgeführt als im Vorjahreszeitraum. Vor allem die von der Krise besonders betroffene Autobranche hat profitiert.

Wiesbaden - Deutschlands exportorientierte Unternehmen atmen auf: Im ersten Halbjahr 2010 haben sie einen echten Boom verzeichnen können. Angeführt vom Automobilsektor profitierten alle wichtigen deutschen Industriebranchen.

Insgesamt stiegen die Ausfuhren auf Jahressicht um 17,1 Prozent auf 458,3 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Damit hat sich der deutsche Außenhandel kräftig von dem Einbruch in der Wirtschaftskrise erholt, die Verluste aber noch nicht ganz wieder aufgeholt.

Stark erholte sich der Export der krisengeschüttelten Autobranche, der um 40,8 Prozent auf 76,9 Milliarden Euro zulegte. Allerdings war dieser Wirtschaftsbereich im ersten Halbjahr 2009 mit minus 40 Prozent auch besonders kräftig eingebrochen.

Deutlich zulegen konnte beispielsweise auch die Ausfuhr von Chemieerzeugnissen - mit plus 24,9 Prozent. Die Ausfuhr von Maschinen entwickelte sich dagegen mit einem Wachstum von 6,8 Prozent schwächer als die deutschen Ausfuhren insgesamt.

Exportentwicklung
1. Halbjahr 2010 in Mrd. Euro 1. Halbjahr 2009 in Mrd. Euro Veränderungen in %
Kraftwagen und Kraftwagenteile 76,9 54,7 +40,8
Maschinen 64,7 60,6 +6,8
Chemische Erzeugnisse 44,5 35,7 +24,9
Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse 36,8 30,0 +22,8
Elektrische Ausrüstungen 27,9 23,0 +21,2
Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse 25,1 23,9 +4,9
Metalle 24,2 18,4 +31,4
Sonstige Fahrzeuge 19,5 18,7 +4,2
Nahrungsmittel und Futtermittel 17,7 16,4 +8,2
Gummiund Kunststoffwaren 16,0 13,1 +22,4
Gesamt 458,3 391,2 +17,1
Quelle: Statistisches Bundesamt

Ein deutliches Plus verzeichnen die Statistiker auch beim Import. Die Einfuhren nach Deutschland stiegen im ersten Halbjahr um 15,0 Prozent auf 383,6 Milliarden Euro. Am stärksten stiegen die Importe von Datenverarbeitungsgeräten, Metallen und chemischen Erzeugnissen.

Importentwicklung
1. Halbjahr 2010 in Mrd. Euro 1. Halbjahr 2009 in Mrd. Euro Veränderungen in %
Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse 41,1 31,8 +29,2
Kraftwagen und Kraftwagenteile 32,7 31,2 +4,9
Erdöl und Erdgas 31,0 27,1 +14,1
Chemische Erzeugnisse 29,5 23,7 +24,5
Maschinen 27,6 25,6 +7,9
Metalle 23,0 16,4 +39,8
Sonstige Fahrzeuge 20,4 17,3 +18,2
Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse 19,8 17,5 +13,2
Elektrische Ausrüstungen 17,4 14,0 +24,6
Nahrungsmittel und Futtermittel 15,8 15,1 +4,6
Gesamt 383,6 333,5 +15,0
Quelle: Statistisches Bundesamt

cte/dpa

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