Washington/Frankfurt - Die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt entspannt sich nur leicht. Wie das Arbeitsministerium am Freitag bekanntgab, wurden im Dezember 155.000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 7,8 Prozent. Nach wie vor seien 12,2 Millionen Amerikaner auf der Suche nach einem Job.
Der Stellenzuwachs im Dezember fiel etwas kleiner aus als noch im November, aber etwas größer, als von Experten erwartet. Die meisten neuen Stellen seien im Gesundheitssektor, im Gaststättengewerbe sowie in der Industrie und im Bau geschaffen worden, hieß es.
Die Arbeitslosenquote liegt seit September zwar auf dem niedrigsten Stand seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama - allerdings auch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre, der rund sechs Prozent beträgt. Weil es in den USA keine vergleichbare Unterstützung wie etwa in Deutschland gibt, werden hohe Arbeitslosenquoten schnell zu einem gesellschaftlichen Problem.
Auch die Notenbank Fed sorgt sich um die schwache Entwicklung. Fed-Chef Ben Bernanke rechnet für die nächsten Monate nicht mit einer umfassenden Wende. Andere Experten sind ebenfalls skeptisch: "Unsere Wirtschaft wächst, aber sie boomt nicht", sagt Ökonom Jim O'Sullivan von High Frequency Economics. Genau das wäre aber notwendig, um die Arbeitslosigkeit signifikant zu senken.
stk/dpa/AFP/Reuters
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