Abgasskandal Staatsanwaltschaft verstärkt Diesel-Taskforce

Im Skandal um die Manipulation von Dieselmotoren erhöhen die Strafbehörden den Druck auf die verdächtigen Konzerne. Die Taskforce in Stuttgart wird nach SPIEGEL-Informationen nahezu verdoppelt.

"Diesel"-Schriftzug auf einem Porsche Cayenne
DPA

"Diesel"-Schriftzug auf einem Porsche Cayenne


Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die gegen Mitarbeiter von Bosch, Daimler und Porsche ermittelt, will die Fahndungsgruppe Diesel nach Informationen des SPIEGEL von derzeit vier auf sieben Staatsanwälte aufstocken. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 40/2017
"Wir sind im freien Fall"

Für die Finanzierung ist gesorgt. Die Maßnahme sei bereits im Haushaltsentwurf der Landesregierung berücksichtigt, bestätigt das Justizministerium von Baden-Württemberg. Zusätzlich erhält die Abteilung eine erfahrene Ermittlerin zugewiesen, die die Untersuchungen koordiniert.

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mhs/one/sh



insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Motorkopf 29.09.2017
1. Toll!
wie wäre es, wenn diese - am besten eine staatlich unabhängige - Taskforce das Verkehrsministerium durchforstet?! Aber nein. Da würden zu viele Köpfe rollen...
wolfgangwies 29.09.2017
2. bestraft
werden immer nur die kleinen.ich habe noch nicht gehört,daß gegen die spitzen der unternehmen ermittelt wird.wozu gibt es einen aufsichtsrat und was beaufsichtigt der eigentlich sicher nur,daß ihre kohle fürs nichtstun stimmt.bauernopfer gibt es ja genug, und unsere jutztiz spielt schön mit.man kann ja keinen politiker anklagen,denn mit denen sind die aufsichtsräte in der industrie ja gespickt.dann wundern sich die sog.etablierten parteien wenn der bürger davon genug hat.
chrimirk 29.09.2017
3. Taskforce verstärkt?
Was ist das überhaupt? Es wäre völlig ausreichend gewesen, wenn die Kontroll-Behörden (KBA & Co incl. der TÜV & Co) nicht nur Gebühren für die jeweiligen Prüfungen (Typ-Prüfung & Co) vom Autofahrer = Bürger abgzockt hätten, sondern die darin BESCHEINIGTEN Abgaswerte auch gemessen, geprüft und kontrolliert etc. hätten. Haben sie aber nicht. Und das ist der eigentliche Betrug. Die Auto-Industrie hat lediglich die ihr sehr gut bekannte Unfähigkeit der staatlichen Instanzen augenutzt, was freilich auch verwerflich ist.
phe70 29.09.2017
4.
Bei dieser Taskforce kann es ja eigentlich nur darum gehen zu ermitteln, wie die da möglichst ohne viel Schaden wieder rauskommen.
emm_ess 29.09.2017
5. @3: immer noch nichts verstanden
Zitat von chrimirkWas ist das überhaupt? Es wäre völlig ausreichend gewesen, wenn die Kontroll-Behörden (KBA & Co incl. der TÜV & Co) nicht nur Gebühren für die jeweiligen Prüfungen (Typ-Prüfung & Co) vom Autofahrer = Bürger abgzockt hätten, sondern die darin BESCHEINIGTEN Abgaswerte auch gemessen, geprüft und kontrolliert etc. hätten. Haben sie aber nicht. Und das ist der eigentliche Betrug. Die Auto-Industrie hat lediglich die ihr sehr gut bekannte Unfähigkeit der staatlichen Instanzen augenutzt, was freilich auch verwerflich ist.
Noch einer, der es nach über zwei Jahren Diesel-Debatte immer noch nicht verstanden hat. Gebühren für die Typprüfung wurden noch nie "vom Autofahrer-Bürger abgezockt". Sowas beauftragt und bezahlt der Hersteller. Und bescheinigt wurden genau diejenigen Werte, die wie vorgeschrieben im Norm-Fahrzyklus auf dem Rollenprüfstand gemessen wurden. Außerhalb von Norm-Fahrzyklus und Prüfstand sind die Werte höher, zum Teil erheblich höher. Das aber ist eben nicht Gegenstand der Typprüfung. Deswegen kann man die auch beliebig oft "messen, prüfen und kontrollieren" und wird immer legale Abgaswerte finden. Illegal ist (außer in bestimmten Sonderfällen) das Abschalten der Abgasreinigung AUSSERHALB der Typprüfung.
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