Entwicklungshilfe Müller fordert von Unternehmen mehr Engagement in Afrika

Indien und China haben sich in Afrika längst breitgemacht. Entwicklungsminister Müller sieht für Deutschland dennoch Chancen - und ruft zu mehr Investitionen auf.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller
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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller


Die deutsche Wirtschaft soll mehr in Afrika investieren. Dazu rief Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf. "In den nächsten zehn Jahren wird in Afrika mehr gebaut als in ganz Europa in den letzten hundert Jahren", sagte Müller im ZDF-"Morgenmagazin".

Bisher laufe das allerdings ohne deutsche Investoren ab. Auch im Rohstoff- und Energiesektor gebe es Investitionschancen. "Indien und China sind längst da und haben sich ihre Rohstoffe gesichert", sagte Müller weiter. Unter anderem geht es um Lithium, das in den Akkus von Elektroautos verbaut wird.

Entwicklungshilfe soll an Reformen geknüpft werden

Müller will Entwicklungshilfe künftig stärker an Reformen knüpfen. "Wir fordern von Staaten wie Ghana Rechtssicherheit, Vertragstreue und Korruptionsbekämpfung", sagte der Entwicklungsminister. Deutschen Investoren versprach er, dass die Bundesregierung die Rahmenbedingungen absichern und verbessern werde.

Müller besucht im Tagesverlauf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das westafrikanische Ghana. Nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Accra wird die Kanzlerin von Staatspräsident Nana Akufu-Addo empfangen.

In Accra stehen Gespräche mit Vertretern von in Ghana tätigen deutschen Unternehmen und der Besuch eines Zentrums für Jungunternehmer auf dem Programm. Die Wirtschaftsbeziehungen zählen zu den zentralen Themen der Reise Merkels nach Westafrika, die Kanzlerin wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Deren Vertreter kommen unter anderem aus den Feldern Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, Infrastruktur, Wasserwirtschaft und erneuerbaren Energien.

brt/dpa

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