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Agrarexporte: Russische Sanktionen kosten Holland 300 Millionen Euro

Tomaten aus Holland: Einbußen durch russisches Embargo Zur Großansicht
Getty Images

Tomaten aus Holland: Einbußen durch russisches Embargo

Die Exportnation Holland leidet unter Russlands Lebensmittelembargo. Die Niederlande verlieren durch die Sanktionen schätzungsweise 300 Millionen Euro.

Amsterdam - Die Russland-Sanktionen haben drastische Auswirkungen für die Wirtschaft in Holland. Die russischen Sanktionen gegen Agrarimporte aus dem Westen kosten die niederländischen Exporteure mindestens 300 Millionen Euro. Diese Schätzung veröffentlichte das niederländische Statistikamt CBS (Centraal Bureau voor de Statistiek).

Russland hat als Reaktion auf die westlichen Sanktionen unter anderem die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel aus der Europäischen Union, den USA, Kanada, Australien und Norwegen für die Dauer von einem Jahr verboten. Holland hat der Behörde zufolge im Jahr 2013 Agrarerzeugnisse im Wert von rund 500 Millionen Euro nach Russland verkauft. Diese Ausfuhren hätten für die Unternehmen etwa 300 Millionen Euro an Gewinnen gebracht.

Bislang gingen rund zehn Prozent aller Agrarexporte der EU nach Russland. Unter das russische Embargo fallen neben Fleisch-, Fisch- und Molkereiprodukten auch Obst und Gemüse. Europäische Gemüsebauern, die aufgrund der Sanktionen auf ihren Erzeugnissen sitzen bleiben, können für Ausfälle mit EU-Hilfen in Höhe von 125 Millionen Euro rechnen. Die Europäische Union ist laut EU-Kommission im vergangenen Jahr an den USA vorbeigezogen und zum größten Agrarlebensmittel-Exporteur der Welt aufgestiegen.

bos/Reuters

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insgesamt 46 Beiträge
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1. Na gut,
unifersahlscheni 19.08.2014
Zitat von sysopGetty ImagesDie Exportnation Holland leidet unter Russlands Lebensmittelembargo. Die Niederlande verlieren durch die Sanktionen schätzungsweise 300 Millionen Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/agrarexporte-niederlande-verlieren-300-millionen-durch-russische-sanktionen-a-986898.html
einverstanden. Dann lassen wir Putin halt gewähren, die gesamte Ukraine "annektieren". Dann haben es die Holländer auch nicht mehr so weit, ihr Gemüse zu exportieren...!
2.
drittaccount 19.08.2014
Mit 300 Millionen hätte man die Ukraine bestimmt 2 Monate mit Gas subventionieren können ... schade, so wird der Winter halt kälter!
3.
Lexx 19.08.2014
Tja... Russland sitzt da am längeren Hebel. Die kommen besser ohne uns aus als wir ohne sie...
4.
sagichned 19.08.2014
Zitat von unifersahlschenieinverstanden. Dann lassen wir Putin halt gewähren, die gesamte Ukraine "annektieren". Dann haben es die Holländer auch nicht mehr so weit, ihr Gemüse zu exportieren...!
Bevor Sie sich weiter aufregen und irgendwas vom Völkerrecht schwafeln: Die Ukraine hat keine völkerrechtlich, d.h. von der UNO anerkannten Grenzen mit Russland, Moldavien und Weißrussland.
5. Wenn es an den eigenen Geldbeutel geht,
Pfaffenwinkel 19.08.2014
werden die Sanktionen ruckzuck unterlaufen oder sie verlaufen sich im Sande.
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