Nachfolger für Eurofighter Airbus und Dassault planen neuen europäischen Kampfjet

Die Flugzeughersteller Airbus und Dassault Aviation wollen von den verstärkten Rüstungsanstrengungen der Europäischen Union profitieren - und einen neuen Kampfjet bauen.

Eurofighter (Archivfoto)
AFP

Eurofighter (Archivfoto)


Die Flugzeughersteller Airbus und Dassault Aviation haben ein Grundsatzabkommen über die Entwicklung eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges vereinbart. Wie die beiden Unternehmen an diesem Mittwoch auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA) bekannt gaben, sollen die Flugzeuge um das Jahr 2040 in Produktion gehen. Sie sollen langfristig den "Eurofighter" der Bundeswehr und die "Rafale"-Maschinen der französischen Luftwaffe ersetzen.

Die beiden Firmen haben eine entsprechende Absichtserklärung zum "Future Air Combat System" (FCAS) unterzeichnet, erklärten Dassault-Chef Eric Trappier und der für Rüstung zuständige Airbus-Manager Dirk Hoke. "Wir sagen unseren Verteidigungsministerinnen, unseren politisch Verantwortlichen: Wir sind bereit", sagte Dassault-Chef Eric Trappier.

Im Gespräch ist das Projekt schon länger: Im Juli vergangenen Jahres hatten sich Deutschland und Frankreich grundsätzlich auf die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets verständigt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre französische Kollegin Florence Parly wollen die ILA am Donnerstag gemeinsam besuchen.

hej/Reuters/AFP



insgesamt 106 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Jasko 25.04.2018
1. Hab ich was verpasst?
Sind nicht immernoch nicht alle Eurofighter ausgeliefert bzw einsatzsfähig?
heimatminister 25.04.2018
2.
Produktionsbeginn "um das Jahr 2040"? So lange wird der Jäger90/Eurofighter hoffentlich im Interesse der Sicherheit im Luftverkehr nicht mehr unterwegs sein müssen.
yvowald@freenet.de 25.04.2018
3. Nicht ins Bockshorn jagen lassen
Verstärkte Rüstungsanstrengungen, warum eigentlich? Wo ist der "böse Feind", der unsere europäischen Staaten bedroht? Geht es in Wahrheit nicht darum, die Rüstungsproduktion zu forcieren und damit die Gewinnerwartungen der Konzerne zu erhöhen? Es ist ein gefundenes Fressen für den Militärisch-industriellen Komplex. Die politische Seite hat ins Bockshorn geblasen und wir Bürgerinnen und Bürger lassen uns mehrheitlich ins Bockshorn jagen. Die Steuermilliarden sprudeln ja bekanntlich noch, also hat die Industrie beste Chancen, enorme Profite einzufahren. Der "Deutsche Michel" zahlt ja willig, die übrigen NATO-Staatsangehörigen offenbar auch.
touri 25.04.2018
4.
Zitat von JaskoSind nicht immernoch nicht alle Eurofighter ausgeliefert bzw einsatzsfähig?
Als der Golf 4 ausgeliefert wurde war der Golf 5 schon in der Planung. Und Produktzyklen bei (Kampf)flugzeugen sind deutlich länger als die von PKWs. Wundert mich ehrlich gesagt, dass da nicht schon seit Jahren geplant wird.
M. Vikings 25.04.2018
5. Glaskugel raus und los.
Sie werden frühestens 2050 in Produktion gehen. Sie werden mindestens 50 % über dem kalkulierten Preis liegen. Sie werden untauglich sein. Und die zukünftigen Regierungen werden Merkel und Macron die Schuld geben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.