Alkoholsteuer Fiskus kassiert mehr als drei Milliarden Euro

Der Staat verdient am Alkoholgenuss der Verbraucher gut mit: 3,3 Milliarden Euro hat der Staat im vergangenen Jahr durch Steuern auf alkoholische Getränke eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Gewinne allerdings deutlich zurück.

Schluck aus der Flasche: Einnahmen aus Alkoholsteuer gehen stetig zurück
dpa

Schluck aus der Flasche: Einnahmen aus Alkoholsteuer gehen stetig zurück


Wiesbaden - Der Verkauf von Bier, Schnaps, Sekt und Co. hat 2009 rund 3,3 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen gespült. Der Alkoholkonsum der Deutschen brachte dem Fiskus damit im Krisenjahr etwas weniger ein als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Ohnehin gehen die Einnahmen aus der Alkoholsteuer stetig zurück. 1991 lagen sie noch bei 4,3 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr brachte die Branntweinsteuer mit 2,1 Milliarden Euro die größten Erträge. Aus der Biersteuer wurden 730 Millionen Euro eingenommen, über die Steuer auf Schaumwein und Zwischenerzeugnisse wie Sherry wurden 472 Millionen Euro vereinnahmt.

Lediglich zwei Millionen Euro erbrachte die Steuer auf sogenannte Alkopops, den Mischungen aus Softdrinks und Alkohol. 2005, als die Steuer auf diese Mischgetränke aus Softdrinks und Alkohol eingeführt wurde, flossen aus dieser Quelle noch fast zehn Millionen Euro in die Steuerkassen.

Das Biersteueraufkommen steht den Bundesländern zu, alle anderen Einnahmen fließen in die Bundeskasse.

wit/dpa-AFX/AFP



insgesamt 12 Beiträge
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embyro 09.11.2010
1. ...
Zitat von sysopDer Staat verdient am*Alkoholgenuss der Verbraucher gut mit: 3,3 Milliarden Euro hat der Staat im vergangenen Jahr durch Steuern auf alkoholische Getränke*eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Gewinne allerdings deutlich zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,728113,00.html
Der Staat verdient garnichts ! Der Staat legt ein mehrfaches für die sozialen Kosten drauf. Und es saufen sich mehr Menschen zu Tode als so mancher glaubt. Guckst du da: http://www.tu-dresden.de/presse/lancet.pdf
Arminator 09.11.2010
2. Tolle Rechnung!
"Der Staat verdient am Alkoholgenuss der Verbraucher gut mit" Genau, der Staat verdient sich ja dumm und dämlich! Denn etwaige Ausgaben wegen den folgen von Alkoholkonsum hat er ja gar nicht...... So einen Artikel halte ich für Verantwortungslos, der suggeriert ja man solle mehr trinken um den Haushalt zu konsolidieren.
bmehrens 09.11.2010
3. Alkoholsteuereinnahmen sinken
Kein Wunder, denn die Zahl der Deutschen sinkt kontinuierlich -analog deutscher Alk-Konsum-, das wissen wir doch von Sarrazin.
bmehrens 09.11.2010
4. Tote (Trinker) kosten nix!
Zitat von embyroDer Staat verdient garnichts ! Der Staat legt ein mehrfaches für die sozialen Kosten drauf. Und es saufen sich mehr Menschen zu Tode als so mancher glaubt. Guckst du da: http://www.tu-dresden.de/presse/lancet.pdf
Tote kosten dem Staat gar nichts (weder Folgekosten noch Rente usw.). Besser kann es gar nicht laufen!
regenwurm 09.11.2010
5. Das ist viel zu wenig !
Im Vergleich zu den Einnahmen bei der Tabaksteuer (pro Jahr ca. 15 Mrd. EUR) ist die Einnahme lächerlich gering. Alkohol ist und bleibt in Deutschland im internationalen Vergleich lachhaft gering besteuert. Die gesundheitlichen und sozialen Folgen mit etwa 3 Mio. Alkoholkranken, vielen darunter leidenden und lebenslang benachteiligten Kindern etc. tragen die Betroffenen und die Gesellschaft. Die skandinavischen Länder (und Deutschland inzwischen beim Tabak) zeigen, dass man mit Steuern erfolgreich gegen den alltäglichen, legalen Drogenkonsum vorgehen kann. Aber solange Politik bei uns von Stimmungen in Bierzelten abhängt, wird sich das wohl nicht ändern. Ich trinke übrigens gerne Alkohol, eine Steuererhöhung muss dennoch sein.
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