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Angebliche Steuerhinterziehung: Messi soll Fiskus zehn Millionen überwiesen haben

Lionel Messi: Weltfußballer unter Verdacht Fotos
Getty Images

Die spanische Staatsanwaltschaft verdächtigt Weltfußballer Lionel Messi der Steuerhinterziehung. Laut einem Zeitungsbericht soll der Star des FC Barcelona dem Fiskus nun zehn Millionen Euro überwiesen haben. Freiwillig, wie er betont.

Barcelona - Fußballstar Lionel Messi soll nach Informationen der Zeitung "La Vanguardia" dem spanischen Finanzamt Steuern in Höhe von zehn Millionen Euro nachgezahlt haben. Der Torjäger des FC Barcelona habe ergänzende Steuererklärungen für die Jahre 2010 sowie 2011 abgegeben und die Summe in den vergangenen Tagen eingezahlt, berichtete das Blatt am Montag. Die angesehene Zeitung berief sich auf Informationen aus gut unterrichteten Kreisen.

Die spanische Justiz ermittelt gegen den Weltfußballer, der am Montag 26 Jahre alt wurde, und gegen dessen Vater Jorge Horacio Messi wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Argentinier sollen in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dem Fiskus insgesamt 4,1 Millionen Euro vorenthalten haben. Die Justiz gab zu verstehen, dass die Ermittlungen auf die Jahre 2010 und 2011 ausgeweitet werden könnten.

Die freiwillige Steuernachzahlung für 2010 und 2011 könne bedeuten, dass Messi versuche, auch für die Zeit von 2007 bis 2009 eine einvernehmliche Lösung mit dem Finanzamt zu finden, berichtete die in Barcelona erscheinende Zeitung. Die Justiz hatte in der vorigen Woche offiziell Ermittlungen gegen Messi und dessen Vater aufgenommen.

Messi selbst wies via Facebook alle Vorwürfe zurück, ließ am Freitag über seine Anwälte jedoch mitteilen, dass er bereit sei, eine Geldstrafe des Gerichts zu akzeptieren. "Natürlich glauben wir, dass unser Mandant unschuldig ist", sagte Rechtsbeistand Juarez Veciana: "Er würde jedoch auch die Summe zahlen, die abschließend vom Gericht festgelegt werden sollte."

ade/dpa/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Mesi-Fall schneller durchgezogen als Hoeness-Fall
raber 24.06.2013
Es wundert mich schon warum in Spanien im Fall Messi-Steuerhinterziehung viel mehr Fortschritte gemacht werden als in Deutschland bei dem Fall Hoeness der sogar schon eine Selbstanzeige (oder angeblich sogar 2 obwohl theorethisch nicht möglich) hinterlegt hat. Gibt es nichts Neues im Falle Hoeness? Diese scheinheilige Person namens Hoeness, der sich immer als Gutmensch profilierte, soll sich durch Selbstanzeige einer Strafe entziehen? Das ist doch per se lächerlich aber wohl von den gewählten Volksvertretern anno dazumal für Beträge unter 1 Million so entschieden worden. Was erzählt ein Herr Hoenness jetzt einem Herrn Daume oder anderen auf denen er herumgetreten ist?
2.
Stäffelesrutscher 24.06.2013
»ergänzende Steuererklärung« - den Begriff wird man sich merken müssen.
3. Es fehlt an Anstand und Aufrichtigkeit!
Guru 24.06.2013
Zitat von raberEs wundert mich schon warum in Spanien im Fall Messi-Steuerhinterziehung viel mehr Fortschritte gemacht werden als in Deutschland bei dem Fall Hoeness der sogar schon eine Selbstanzeige (oder angeblich sogar 2 obwohl theorethisch nicht möglich) hinterlegt hat. Gibt es nichts Neues im Falle Hoeness? Diese scheinheilige Person namens Hoeness, der sich immer als Gutmensch profilierte, soll sich durch Selbstanzeige einer Strafe entziehen? Das ist doch per se lächerlich aber wohl von den gewählten Volksvertretern anno dazumal für Beträge unter 1 Million so entschieden worden. Was erzählt ein Herr Hoenness jetzt einem Herrn Daume oder anderen auf denen er herumgetreten ist?
Nun könnte man sagen, früher waren die Eliten in der Regel anständiger und aufrichtiger, - oder es gab früher weniger Möglichkeiten sie als das zu entlarven was sie trotz allen Getues sind, nämlich normale Menschen mit Fehlern, aber eben üblicherweise auf der Sonnenseite des Lebens. Ob Messi oder Hoeness, beide gehören aufgrund ihrer Vermögens- und Einkommensverhältnisse und ihrer Bekanntheit zur Elite, auch weil viele andere elitäre Menschen sich gerne mit ihnen in aller Öffentlichkeit von gleich zu gleich präsentieren. Fakt ist, gegenüber Eliten versucht man, zumindest für die Öffentlichkeit, vorsätzlich von offizieller Seite erst einmal alles richtig zu machen. Dieses Privileg haben zunehmend die normalen Menschen, wenn die Öffentlichkeit außen vor ist, weniger oder nur wenn sie Glück haben. Wen interessiert es schon, wenn in einem für die Öffentlichkeit unbedeutenden Strafprozess ein Schöffe oder Richter redet wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Wird deswegen derjenige für unbefangen erklärt oder wäre das später sogar ein Grund für eine Revision? Wohl in den seltensten Fällen. Eliten werden von Eliten, denn nur sie sind die tatsächlichen Entscheider, immer besser, mindestens aber fairer behandelt, - und das gilt erst Recht in dem Moment solange die Öffentlichkeit nicht involviert ist, dann werden sie sogar sehr oft eindeutig von Ihresgleichen bevorzugt behandelt. Unsere Justiz und unser Recht, eigentlich gilt das für alle Länder, haben eine Tradition und Geschichte, sie wurde ursprünglich von der Obrigkeit für die Obrigkeit und gegen die Untertanen erschaffen. Dieser Ursprung und diese Tradition lebt noch immer in unserem Rechtssystem und in den meisten Gesetzen fort, nur darum wird der kleine Hühnerdieb im Verhältnis auch weiterhin viel stärker zur Rechenschaft gezogen werden, als ein Millionenbetrüger oder gar als ein korrupter Milliardenverschwender. Diese großen Delikte sind üblicherweise nur den Eliten vorbehalten bzw. können eigentlich nur von diesen ausgeübt werden. Wäre ein ungelernter Arbeiter in der Lage sich gesetzeswidrig um Millionenbeträge zu bereichern, würden die Strafen dafür innerhalb kürzester Zeit um ein vielfaches herauf gesetzt werden. Die Entscheidung in Gesetzesform, Steuerbetrüger nach einer form- und fristgerechten Selbstanzeige straffrei zu lassen bzw. sie erst gar nicht anzuklagen, ist ausschließlich diesem elitären Gedankengut geschuldet, ein kleiner Eierdieb etc. könnte niemals mit so einem Entgegenkommen seitens der Obrigkeit rechnen. Zumal unsere westlichen demokratischen Systeme sich wieder eindeutig in Richtung Obrigkeitsstaat bzw. Feudalstaat zu bewegen beginnen. Im Übrigen ist die Höhe der hinterzogenen Summe bei einer strafbefreienden Selbstanzeige bis jetzt zumindest völlig irrelevant.
4. Naja
kraijjj 25.06.2013
kein Mensch zahlt 10Mio. wenn er unschuldig ist. Darüber hinaus mag ich den Fall nicht bewerten.
5. Armes Bubele
Stelzi 25.06.2013
Zitat von raberEs wundert mich schon warum in Spanien im Fall Messi-Steuerhinterziehung viel mehr Fortschritte gemacht werden als in Deutschland bei dem Fall Hoeness der sogar schon eine Selbstanzeige (oder angeblich sogar 2 obwohl theorethisch nicht möglich) hinterlegt hat. Gibt es nichts Neues im Falle Hoeness? Diese scheinheilige Person namens Hoeness, der sich immer als Gutmensch profilierte, soll sich durch Selbstanzeige einer Strafe entziehen? Das ist doch per se lächerlich aber wohl von den gewählten Volksvertretern anno dazumal für Beträge unter 1 Million so entschieden worden. Was erzählt ein Herr Hoenness jetzt einem Herrn Daume oder anderen auf denen er herumgetreten ist?
Dein Leben muss ja schlimm für dich sein, wenn du zu jeder Gelegenheit vom Thema ablenken und über dein Hassbild Hoeneß sprechen musst. Das könnte einem ja richtig leid tun...
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