Von Christian Teevs und Philipp Wittrock
Auch die Bundesbank bringt Weber mit seiner abrupten Entscheidung in Bedrängnis. Auf die Schnelle muss nun ein Nachfolger gefunden werden: Als Favorit für Webers Job gilt der wirtschaftspolitische Berater der Kanzlerin, Jens Weidmann. Weber gilt als "Ziehvater" des 42-jährigen Weidmann. Er hatte ihn vor Jahren in die Bundesbank geholt, ihm dort die Abteilung Geldpolitik anvertraut und später der Kanzlerin als wichtigsten wirtschaftspolitischen Berater empfohlen.
Es ist aber auch eine interne Lösung im Gespräch: Unter den derzeitigen Vorstandsmitgliedern gilt Andreas Dombret als aussichtsreichster Kandidat. Der 51-Jährige, ehemals Deutschland-Chef der Bank of America, gilt als Finanzprofi, international erfahren und exzellent vernetzt. Bei der Bundesbank verantwortet er derzeit den Bereich Finanzstabilität. In Sachen Geldpolitik und Makroökonomie ist er bislang allerdings nicht aufgefallen.
Wieland ist ein Kandidat vom Schlage Axel Webers: ein Wissenschaftler, der direkt von der Uni an die Bundesbankspitze wechseln würde. Er gilt als einer der renommiertesten Geldexperten in Deutschland - und dürfte als solcher im Rat der Europäischen Zentralbank Gehör finden.
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