Angst vor der Drachme Griechen schaffen Milliarden Euro ins Ausland

Für Griechenland wird die Lage immer dramatischer. In wochenlangen Verhandlungen konnten sich die Gläubiger bisher nicht auf einen Schuldenschnitt einigen. Ein für Montag angesetztes Treffen der Euro-Finanzminister wurde abgesagt. Die griechischen Sparer bringen indes ihr Geld über die Grenze.

Griechische Drachmen: Angst vor der Währungsreform
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Griechische Drachmen: Angst vor der Währungsreform


Berlin/Athen - Die griechischen Bürger haben in den vergangenen zwei Jahren rund 65 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. 16 Milliarden Euro davon transferierten sie legal ins Ausland, wie der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos am Freitag sagte. Wie hoch der illegale Transfer über die Grenze war, ist unbekannt.

Vor knapp zwei Jahren war die griechische Schuldenkrise eskaliert. Seitdem kursieren immer wieder Gerüchte, das Land könnte die Europäische Währungsunion verlassen und zur Drachme zurückkehren. Viele Bürger versuchen deshalb, ihre Euros rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. "Weniger als zehn Prozent des Geldes gingen in die Schweiz, 32 Prozent nach Großbritannien", sagte Venizelos.

Unterdessen schwindet die Hoffnung auf eine schnelle Einigung über ein zweites Griechenland-Hilfspaket. Ein bereits angekündigtes Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am Montag findet vorerst nicht statt, wie Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte. Solche Beratungen seien nur sinnvoll, wenn die wesentlichen Elemente des neuen Griechenland-Programms vorlägen - und das sei noch nicht der Fall, sagte der Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Martin Kotthaus.

In EU-Kreisen hieß es am Freitag, das zweite Paket der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde vermutlich deutlich größer ausfallen müssen, als bisher geplant. Statt 130 Milliarden Euro seien nun 145 Milliarden Euro nötig.

Dem Vernehmen nach gibt es zwei Knackpunkte: Zum einen die Verhandlungen mit den griechischen Gläubigern über einen freiwilligen Schuldenschnitt und zum anderen die Prüfmission der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und IWF in Athen.

Beide Gesprächsrunden stehen nach Angaben der Beteiligten kurz vor der Schlussrunde. Allerdings gibt es offenbar noch wichtige offene Punkte. Dazu gehört die Frage, ob letztlich doch noch den öffentlichen Gläubigern, wie der EZB, anderen Zentralbanken und Staaten, ein Beitrag zur Sanierung des Landes abverlangt wird. Erst wenn die Gespräche mit den Banken erfolgreich abgeschlossen sind und die Troika grundsätzlich die Voraussetzungen für weitere Hilfen bejaht, können die Schlussarbeiten an dem Rettungspaket starten.

stk/Reuters/dpa



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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
Oberrat Brack 03.02.2012
1. Da könnte man......
Zitat von sysopFür Griechenland wird die Lage immer dramatischer. In wochenlangen Verhandlungen konnten sich die Gläubiger bisher nicht auf einen Schuldenschnitt einigen. Ein für Montag angesetztes Treffen der Euro-Finanzminister wurde abgesagt. Die griechischen Sparer bringen indes ihr Geld über die Grenze. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813271,00.html
.... doch mit einem kleinen Rückführungsgesetz 350 bis 600 Milliarden Euros problemlos nach Griechenland bringen. Die EU und die Schweiz spielen mit. Wetten?
Aquifex 03.02.2012
2.
Zitat von Oberrat Brack.... doch mit einem kleinen Rückführungsgesetz 350 bis 600 Milliarden Euros problemlos nach Griechenland bringen. Die EU und die Schweiz spielen mit. Wetten?
Ich verstehe eigentlich nicht, wartum hier zur Lösung der Griechenlandpleite immer die Enteignung der Bürger ins Feld geführt wird. Das könnten wir hier in Deutschland auch gut machen. Wir teilen die Schulden auf 80 Mio Bürger auf und bitten die alle zur Kasse...jeder hätte einen Kredit (zusätzlich) abzustottern. Ich will nicht wissen, wie man das legitimieren sollte und erst recht nicht, was in Deutschland los wäre...
idealist100 03.02.2012
3. Das muss
Zitat von Oberrat Brack.... doch mit einem kleinen Rückführungsgesetz 350 bis 600 Milliarden Euros problemlos nach Griechenland bringen. Die EU und die Schweiz spielen mit. Wetten?
Das muss aber schnell gehen sonst ist das Geld irgendwo in Asien. Aber so wie ich die Politikspezen kenne wollen die denen doch garnicht an den Kragen. Wo die Kaste doch auch fleißig dabei ist.
Schäfer 03.02.2012
4. illegaler Transfer
Zitat von sysopFür Griechenland wird die Lage immer dramatischer. In wochenlangen Verhandlungen konnten sich die Gläubiger bisher nicht auf einen Schuldenschnitt einigen. Ein für Montag angesetztes Treffen der Euro-Finanzminister wurde abgesagt. Die griechischen Sparer bringen indes ihr Geld über die Grenze. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813271,00.html
Was ist illegaler Transfer? Wir haben innerhalb der EU Freizügigkeit des Geldverkehrs. Gelder müssen bei Grenzübertritt ab einem Limit angegeben werden (Geldwäschegesetz), das ist auch alles. Verhindern tut man damit den grenzüberschreitenden Geldverkehr nicht.
fprester 03.02.2012
5. Hoffentlich
Zitat von Oberrat Brack.... doch mit einem kleinen Rückführungsgesetz 350 bis 600 Milliarden Euros problemlos nach Griechenland bringen. Die EU und die Schweiz spielen mit. Wetten?
Hoffentlich spielt die Schweiz mit. Interessant sind die Zahlenangaben des griechischen Finanzministers. Von den legal ins Ausland transferierten Gelder seien "weniger als 10% in die Schweiz" gegangen. Wenn dieser Anteil auch für die illegalen Transfers gilt, gingen also weniger als 6.5 Mrd. EUR in die Schweiz. Dies kontrastiert doch gewaltig mit den in diesem Forum immer wieder behauteten 300 bis 600 Mrd. EUR, die angeblich in die Schweiz geschafft wurden. Hingegen sind die 6.5 Mrd. eher kompatibel mit den 17 Mrd. griechischen Vermögen, die laut BIZ insgesamt in der Schweiz lagern (ohne Immobilien). Ich wäre übrigens für einen Annahmestopp griechischer Vermögen in der Schweiz, bis sich die Dnge in Griechenland geklärt haben. Die Schweiz würde von dieser Massnahme letzlich profitieren (z.B. Dämpfung der Aufwertung des Frankens).
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