Tariferhöhung im Baugewerbe Arbeitgeberverbände stimmen Schlichterspruch zu

Die IG Bau hatte der Lohnerhöhung im Tarifkonflikt im Baugewerbe bereits vergangene Woche zugestimmt. Jetzt folgen die Arbeitgeber.

Bauarbeiter (Archiv)
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Die Tarifverhandlungen in der Bauwirtschaft gehen voran: Nach der Gewerkschaft IG BAU haben nun auch die Arbeitgeberverbände dem Schlichterspruch des früheren Bundesministers Wolfgang Clement zugestimmt. Demnach sollen rund 800.000 Bauarbeiter rückwirkend zum 1. Mai mindestens 5,7 Prozent mehr Lohn erhalten.

Im Westen soll es neben höheren Löhnen und Gehältern Einmalzahlungen von insgesamt 1100 Euro geben. Im Osten beträgt das Plus zunächst 6,6 Prozent, im Juni 2019 kommen weitere 0,8 Prozent hinzu. Die Einmalzahlung beträgt 250 Euro, die Vertragslaufzeit 26 Monate.

Aus Sicht des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie ist der Kompromiss allerdings kein optimales Ergebnis. "Unsere Mitglieder haben sich mit ihrer Zustimmung nicht leicht getan", sagte Frank Dupré, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Für viele Bauunternehmen sei der Abschluss kaum zu verkraften. Jedoch habe keiner Streiks riskieren wollen.

Die lange Laufzeit gebe wenigstens Planungssicherheit. Im April waren die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber zunächst gescheitert. Beide Parteien hatten sich nicht auf eine Lohnerhöhung einigen können.

eaz/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Badischer Revoluzzer 31.05.2018
1. Hallo ver.di
Habt ihr das gelesen?
pedepablo 31.05.2018
2. wen interessiert es?
hab bei meinem Chef schon mal angeklopft bin fliesenleger verdiene untertariflich... seine Antwort war na und? ich persönlich kenne keinen auf dem Bau der nach Tarif bezahlt wird von dem her egal was die aushandeln solange es nicht zur Pflicht wird...
bexx4me 01.06.2018
3. Liest sich toll, aber...
sind dann doch pro Jahr eben etwas um die 3%, bei fast 2% Inflation und einer boomenden Branche. Aber da eh viele gar nicht dem Tarifvertrag angehören, wird selbst das für die Angestellten der vielen kleineren Betriebe nicht ankommen.
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