Hartz-IV-Empfänger Arbeitsagenturen strafen so häufig wie nie

Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt wie nie zuvor. Einem Zeitungsbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders oft aktiv wurden die Jobcenter in Berlin.

Schlange vor einer Arbeitsagentur: Strafen für Hartz-IV-Empfänger auf Rekordstand
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Schlange vor einer Arbeitsagentur: Strafen für Hartz-IV-Empfänger auf Rekordstand


Berlin - Wer Arbeitslosengeld II bezieht, sogenanntes Hartz IV, der muss eine Reihe von Auflagen einhalten. Tut er das nicht, muss er mit Sanktionen rechnen. Im vergangenen Jahr haben die Jobcenter in Deutschland so viele Strafen verhängt wie nie zuvor - das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit.

Dem Bericht zufolge ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: Von 829.375 auf 912.377 Fälle. Die meisten Strafen wurden demnach verhängt, weil die ALG-II-Empfänger Meldefristen nicht eingehalten haben, also zum Beispiel trotz Einladung nicht beim Jobcenter erschienen sind - insgesamt in 582.253 Fällen.

In 147.435 Fällen gab es Sanktionen, weil die Arbeitslosen gegen Pflichten der sogenannten Eingliederungsvereinbarung verstießen, 138.312-mal wurden Strafen verhängt, weil die Betroffenen die Aufnahme oder Fortführung einer Arbeit, Ausbildung oder Weiterbildungsmaßnahme verweigerten. Die meisten Strafen wurden in Berlin verhängt, dicht gefolgt von Rheinland-Pfalz und Hamburg. Die wenigsten Sanktionen sprachen die Jobcenter in Bremen aus.

Im Dezember bekamen die 3,3 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften im Schnitt 807,29 Euro. Das ist so wenig, wie nie zuvor in einem Dezember seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II. Im Dezember 2010 lag die Hilfssumme im Schnitt noch bei 839,69 Euro, im Dezember 2006 sogar bei 870,26 Euro.

nck/dapd

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tinagrotenhansdorp 11.04.2012
1. Vielen Dank...
...kann ich da nur sagen! Nicht nur, dass man häufig genug von der ARGE Auflagen erhält- die weder Sinn - noch nutzbringend sind- Einladungen oft nur ausgesprochen werden, wenn unbedingt!!! Handlungsbedarf ist, weil sonst Fristen für Gesetzeserhaltungen von den ARGE Mitarbeitern nicht eingehalten werden. Mein inniger Dank gild den Gesetzesgebern für deren Weiterbeschäftigung der ARGE Mitarbeitern in Sachen:"wir machen viele Dinge die wir nicht mehr kontrollieren können und ziehen nur noch Gesetze durch", menschliches Verhalten von den ARGE Mitarbeitern dürfen nicht mehr durchgreifen. Mein weiterer Dank liegt bei den Politischen Aussagen der Parteien, nachdem sie niemals unter solchen Bedingungen leben müssen und werden, uns die Möglichkeit zum menschlichen überleben weiterhin nicht gewähren. Und NEIN! Ich gehöre nur zu denen die 35 Jahre ihre Beiträge gezahlt hat und nun als Erwerbsunfähiger ebenfalls in der ARGE stecke...ob ich will oder nicht... Eines Tages hoffe ich, werden doch die Menschen aufstehen und ihren Hintern auf die Straße tragen..für soviel unmenschlichkeit und rücksichtsloses Verhalten an den Schwächsten dieser Gesellschaft...und woran werden Menschen und ihre Gesellschaft gemessen? Am Umgang mit den Menschen, die das grösste Leid tragen..egal ob arbeitslos..oder verrentet..oder eben einfach abgeschoben in die Maschinerie der 'ARGE...keine Sorge...da wird dir geholfen...
Knut Albers 11.04.2012
2. Wenn man Pleite ist, dann sollte man konsolidieren und nicht eskalieren
Zitat von sysopAPDie Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,826725,00.html
Berlin ist pleite, also ist dies als politische Sparmassnahme zu verstehen. Aber wieviel spart der Staat wirklich an diesen Strafmandaten, wenn dafuer diverse Fallmanager-Positionen aufgestockt werden muessen? Meiner Meinung nach gar nichts. Ich stehe fuer einen schlanken Staat, der seine Dienstleistungen seinem Volk effizient anzubieten hat. Richtig gelesen, der Staat dient uns und nicht wir dem Staat. Er hat zugesicherte Leistungen einzuhalten, fuer welche die Kunden (meist) bereits im Vorfeld durch Steuern bezahlt haben. Alles andere ist Betrug und gehoert nicht vor dem Sozialgericht, sondern vor allem vor ein Strafgericht. Vielleicht sollte man sich aber auch mal ueberlegen, ob man den Buergern die Wahl laesst, wie und mit wem diese ihre Sozialversicherung abschliessen wollen. Der Staat kann oder will es offensichtlich immer oefter nicht.
kurtwied3 11.04.2012
3. Aha.
Zitat von sysopAPDie Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,826725,00.html
Das ist als ob man schreibt: Polizei bestraft soviel wie nie. Früher hieß das: Kriminalität nimmt zu. Sagt viel über die Verdrehung von Ursache und Wirkung, die in den letzten Jahren in linken und linksliberalen Medien Einzug genommen hat.
dummerjunge 11.04.2012
4. .
Zitat von sysopAPDie Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,826725,00.html
Wie geht man mit Menschen um, die oft jahrzehntelang brav Beiträge eingezahlt haben? Mir ist eine alleinerziehende Mutter mit Säugling bekannt, der Leistungen versagt wurden, weil irgendwelche Unterlagen fehlten. Sie sagte, daß sie ohne ihre Eltern nichts zu essen gehabt hätte. Selbst die Sachbearbeiter der Agenturen blicken kaum noch durch. Hunderttausende Hartz-IV-ler klagen auf Staatskosten gegen die Agenturen, und die Agenturen verhängen Sperren gegen hunderttausende Hartzldie sich nicht an die Regeln halten. Was für ein gigantischer, kafkaesker Mist. Hartz IV ist ein unmenschliches, zutiefst bürokratisches und teures System und gehört schnellstens abgeschafft.
xm29oicw 11.04.2012
5. ...
Zitat von sysopAPDie Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, wie nie zuvor. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Sanktionen auf mehr als 900.000 angestiegen. Besonders viele Strafen verhängten Jobcenter in Berlin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,826725,00.html
Das wird auch langsam Zeit... Gefühlt ist da jeder Fünfte ein Hartz-IV-Empfänger und die Mehrheit von denen ist einfach zu faul um sich um einen Job zu bemühen...
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