Arbeitsmarkt Zahl der Erwerbstätigen steigt auf 25-Jahres-Hoch

Seit der Wiedervereinigung hatten nicht mehr so viele Menschen in Deutschland einen Job: Die Zahl der Erwerbstätigen ist auf mehr als 43 Millionen gestiegen. Besonders boomt der Dienstleistungssektor.

Jobcenter in Schwerin: Arbeitsmarkt im Aufschwung
DPA

Jobcenter in Schwerin: Arbeitsmarkt im Aufschwung


Boom am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im dritten Quartal auf einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach vorläufigen Zahlen gab es im Zeitraum zwischen Juli und September etwa 43,2 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland - das waren 343.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Den stärksten Anstieg verzeichnete zuletzt der Dienstleistungsbereich.

Ende Oktober hatte die Bundesagentur für Arbeit bereits bekannt gegeben, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf ein 24-Jahres-Tief gefallen ist. Insgesamt waren 2,649 Millionen Menschen erwerbslos, das sind 59.000 weniger als im September. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres lag die Zahl um 83.000 niedriger. Die Arbeitslosenquote fiel auf sechs Prozent.

Erholung auch in der Eurozone

Auch in der Eurozone erholt sich der Arbeitsmarkt langsam. Rund 17,3 Millionen Frauen und Männer waren im September auf Jobsuche, das sind fast 1,2 Millionen weniger als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank von 10,9 Prozent im August auf 10,8 Prozent im September. Dies ist der tiefste Stand seit Januar 2012.

Schlusslicht mit der höchsten Arbeitslosenquote im Währungsraum nach vergleichbarer EU-Rechnung war Griechenland mit 25 Prozent (im Juli). In Spanien lag die Arbeitslosenquote bei 21,6 Prozent. In den beiden südeuropäischen Staaten hat sich die Lage in den vergangenen Monaten aber etwas verbessert.

mxw/dpa



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insgesamt 71 Beiträge
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franxinatra 17.11.2015
1. Erfasst die Statistik nur die einfach Arbeitenden...
oder auch die, die nur von Minijob zu Minijob hechten um sich über Wasser zu halten?
marthaimschnee 17.11.2015
2.
Da die Zahl der Arbeitslosen nicht entsprechend sinkt und die der Arbeitsfähigen auch nicht relevant steigt, gibt es nur 3 mögliche Ursachen: 1. Umwandlung von Vollzeitstellen in mehrere Teilzeitstellen 2. aus dem Arbeitsleben ausscheidende arbeiten weiter 3. Kinderarbeit nichts davon ist erstrebens- oder gar beglückwünschenswert, denn an Punkt 2 und 3 haben die Betroffenen üblicherweise gar kein Interesse (von wegen Ältere wollen länger arbeiten, ich kenne niemanden, der dies will) und bei Punkt 1 trifft es normal die, die genau das nicht wollen, während die, die es wollen, es nicht bekommen.
bentrane 17.11.2015
3. Nur noch 17 Millionen auf Jobsuche
Also das läuft doch supi. Ich denke, wir sind da auf einem guten Weg. Es ist wahrhaft tröstlich zu wissen, dass ganz offenbar die richtigen Entscheidungen getroffen wurden und es nun langsam wieder voran geht. Auch den Südeuropäern möchte ich an dieser Stelle zurufen "Das wird schon". Ich habe ein gutes Gefühl.
competa1 17.11.2015
4.
..ist wohl der richtige terminus technicus.Von auskömmlichen Arbeitsverhältnissen kann man wohl nicht reden.
scissor 17.11.2015
5. Die
Meldung ist schon bösartig, weil nicht mal die Hälfte der Wahrheit gesagt wird. Denke, denke, nachdenke: Warum wohl bleibt die Anzahl der geleisteten Stunden gleich oder sinkt sogar? Warum sinkt die Lohnquote in Deutschland? Die Antworten dazu finde in nicht in unserer Mainstream-Presse.
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