Gute Konjunktur Auch Ungelernte finden häufiger Arbeit

Die Wirtschaft schafft seit Jahren jede Menge neuer Jobs. Davon profitieren nun auch ungelernte Arbeitskräfte. Allerdings gibt es dabei erhebliche regionale Unterschiede.

Agentur für Arbeit
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Das Jahr 2017 war ein Rekordjahr auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl fiel auf den niedrigsten Stand seit 1990. Davon profitierten laut Bundesagentur für Arbeit (BA) auch Arbeitslose, die keine Berufsausbildung vorweisen können. Die Arbeitslosenquote von Ungelernten hat im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 um 1,3 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent abgenommen - nach wie vor ein sehr hoher Wert.

Laut der Bundesagentur ist das Arbeitslosigkeitsrisiko für Ungelernte immer noch etwa fünfmal so hoch wie für Personen mit einem Berufsabschluss. In dieser Gruppe lag die Arbeitslosenquote zuletzt bei 3,8 Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote weisen mit 2,5 Prozent Akademiker auf.

Die Jobchancen von Personen ohne berufliche Ausbildung hingen laut Bundesagentur auch stark davon ab, in welcher Region sie lebten. In Regionen mit niedriger Arbeitslosenquote ist die Differenz bei der Arbeitslosigkeit von Menschen mit und ohne Ausbildung kleiner als in Regionen mit hoher Arbeitslosenquote.

Generell haben Ungelernte in Süd- und Südwestdeutschland die besten Aussichten auf eine Stelle - dort also, wo nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Die geringsten Jobchancen haben sie dagegen im Brandenburger Landkreis Uckermark. Dort war 2017 mit 49,7 Prozent fast jeder zweite Ungelernte arbeitslos.

asc/dpa



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