Arbeitslosenzahlen: Kältewelle bremst Frühjahrsaufschwung

Die Kältewelle lässt den Frühjahrsaufschwung am deutschen Arbeitsmarkt dieses Jahr schwach ausfallen. Im März sank die Arbeitslosenzahl nur leicht um 58.000. Damit waren etwa 70.000 Menschen mehr ohne Job als vor einem Jahr.

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 58.000 gesunken und liegt bei knapp 3,1 Millionen. Das teile die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Damit waren 70.000 Menschen mehr arbeitslos als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging im im Monatsvergleich um 0,1 Punkte auf 7,3 Prozent zurück. Im März 2012 hatte die Quote bei 7,2 Prozent gelegen. Damit fällt der übliche Frühjahrsaufschwung dieses Jahr sehr verhalten aus. Saisonbereinigt, also ohne jahreszeitliche Einflüsse, stieg die Arbeitslosenzahl um 13.000 auf 2,935 Millionen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich relativ unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Monate und entwickelt sich weiter solide." Dass der Rückgang geringer ausgefallen sei als sonst im März üblich, dürfte mit der langen Frostperiode zusammenhängen.

stk/dpa-AFX

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1.
cassandra106 28.03.2013
Zitat von sysopDie Kältewelle lässt den Frühjahrsaufschwung am deutschen Arbeitsmarkt dieses Jahr schwach ausfallen. Im März sank die Arbeitslosenzahl nur leicht um 58.000. Damit waren etwa 70.000 Menschen mehr ohne Job als vor einem Jahr. Arbeitslosenzahlen: Kältewelle bremst Frühjahrsaufschwung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenzahlen-kaeltewelle-bremst-fruehjahrsaufschwung-a-891428.html)
Erst letztens hat ein Experte auf Phönix den tatsächlichen Grund für die paar Verbesserungen der letzten Jahre genannt (wenn man Verbreitung von Lohnsklaverei überhaupt in irgend einer Weise als Verbesserung sehen will). Jährlich gehen im schnitt 150.000 mehr Menschen in Rente als Nachrücken. Punkt.
2. Gefasel von Vollbeschäftigung
Promet 28.03.2013
Berufene Schwadroneure in Politik und Wirtschaft haben doch kürzlich noch von Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel gefaselt. Was sind das für Jobs, die im Winter nicht stattfinden. Sind die teilzeitexistenzsichernd? Von dem ALG1 können diese Arbeitslosen sicher nicht leben. Sehr viele müssen vermutlich das ALG1 mit ALG2 aufstocken. Zu dieser Gruppe dürften schon mal 90% aller Vollzeitleiharbeiter zählen. Den anderen betroffenen Handwerkern dürfte es nicht besser gehen.
3.
!!!Fovea!!! 28.03.2013
Zitat von sysopDie Kältewelle lässt den Frühjahrsaufschwung am deutschen Arbeitsmarkt dieses Jahr schwach ausfallen. Im März sank die Arbeitslosenzahl nur leicht um 58.000. Damit waren etwa 70.000 Menschen mehr ohne Job als vor einem Jahr. Arbeitslosenzahlen: Kältewelle bremst Frühjahrsaufschwung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenzahlen-kaeltewelle-bremst-fruehjahrsaufschwung-a-891428.html)
Also hat die angebliche Klimaerwärmung doch Vorteile, wenn diese irgendwann mal im geographisch deutschen Raum angekommen sein sollte, oder wie muss ich das verstehen. Wenn ich mir den SPON Artikel durchlese heißt es doch wohl, dass Kälte schädlich für den Aufschwung ist. Hm, warum wollen dann alle den (angeblichen Klimawandel, Klimaerwärmung, u. v. m.) aufhalten??? Fragen über Fragen.......
4.
uezegei 28.03.2013
Zitat von PrometBerufene Schwadroneure in Politik und Wirtschaft haben doch kürzlich noch von Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel gefaselt. Was sind das für Jobs, die im Winter nicht stattfinden. Sind die teilzeitexistenzsichernd? Von dem ALG1 können diese Arbeitslosen sicher nicht leben. Sehr viele müssen vermutlich das ALG1 mit ALG2 aufstocken. Zu dieser Gruppe dürften schon mal 90% aller Vollzeitleiharbeiter zählen. Den anderen betroffenen Handwerkern dürfte es nicht besser gehen.
Heute morgen hätten Sie das im Frühstücksfernsehen sehen können: an Nord- und Ostsee jammern Eisdielenbesitzer und die Strandkorb- und Fahrradverleiher. Logisch, dass da in MeckPomm der Aufschwung ausbleibt: die benötigen im Moment einfach keine Aufstocker, die die Körbe über den Sand schleifen.
5.
uezegei 28.03.2013
Zitat von !!!Fovea!!!Also hat die angebliche Klimaerwärmung doch Vorteile, wenn diese irgendwann mal im geographisch deutschen Raum angekommen sein sollte, oder wie muss ich das verstehen. Wenn ich mir den SPON Artikel durchlese heißt es doch wohl, dass Kälte schädlich für den Aufschwung ist. Hm, warum wollen dann alle den (angeblichen Klimawandel, Klimaerwärmung, u. v. m.) aufhalten??? Fragen über Fragen.......
Weil der Klimawandel, wegen des fehlenden Packeises in der Arktis, Schuld an der derzeitigen ungewöhnlichen Wetterlage ist. Erwärmung dort=Erkältung hier. Aber das übersteigt ohnehin ihren Horizont.
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Arbeitslosenversicherung
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.
Krankenversicherung
Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen - die Gesetzliche (GKV) und die Private (PKV). Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV pflichtversichert. Der Beitragssatz beträgt aktuell 15,5 Prozent für alle Versicherten. Zusätzlich können die Krankenkassen vom Einkommen unabhängige Beiträge erheben. Seit Anfang 2009 fließen alle Beiträge in einen Gesundheitsfonds, aus dem sie an die Kassen verteilt werden. Der Zugang zur PKV steht nur Selbstständigen und Arbeitnehmern oberhalb einer Einkommensgrenze offen.
Rentenversicherung
Die Beiträge werden durch ein Umlageverfahren finanziert, bei dem die Berufstätigen die Leistungen der Rentner zahlen. Anhand der eingezahlten Beiträge wird die künftige Rentenhöhe errechnet. Zurzeit liegt der Beitragssatz bei 19,6 Prozent. Im Januar 2013 sinkt der Beitrag auf 18,9 Prozent. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird derzeit stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre heraufgesetzt.
Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist die jüngste der Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist eine Grundversicherung, die einen Teil der Pflegekosten abdeckt.