Trotz saisonalen Anstiegs Bundesagentur meldet geringste Januar-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

Im Winter verlieren viele Menschen witterungsbedingt ihre Jobs - dennoch blieb die Arbeitslosigkeit insgesamt auf einem historisch niedrigen Stand.

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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Januar saisonbedingt gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Menschen ohne Job um 185.000 auf 2,57 Millionen.

Das ist jedoch zugleich der niedrigste Wert in diesem Monat seit mehr als 25 Jahren. Der Anstieg fiel nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch geringer aus als in der Jahreszeit üblich. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 207.000 zurück. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Punkte auf 5,8 Prozent.

Im Winter ruhen viele Tätigkeiten in Außenberufen wie beim Bau, in Gärtnereien oder der Landwirtschaft. Betriebe trennen sich deshalb über den Winter von einem Teil ihrer Beschäftigten.

Saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher sogar: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Januar bei 2,415 Millionen. Damit waren rund 25.000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im Dezember - im Westen sank die Zahl um gut 16.000, im Osten um mehr als 8000.

Rückgang auch bei der Unterbeschäftigung

Die offizielle Zahl gibt allerdings nicht die tatsächliche Größe der Arbeitslosigkeit wieder. So sind, wenn man etwa Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen oder arbeitsunfähig Erkrankte mitrechnet, im Januar 3,5 Millionen Menschen ohne Job gewesen. Diese sogenannte Unterbeschäftigung ist allerdings ebenfalls saisonbereinigt zurückgegangen. Im Vergleich zum Januar 2017 lag ihr Wert um 198.000 niedriger.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im Dezember bei 44,62 Millionen - ein Plus von 67.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 641.000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es von der BA. Diese hat nach Berechnungen der Behörde von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,82 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

beb/dpa



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