Euro-Krise Arbeitslosigkeit in Italien steigt auf Rekordhoch

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone verharrt auf Rekordniveau. Im November waren 12,1 Prozent der Menschen im Währungsraum ohne Job, in Italien waren es mehr als jemals zuvor.

Arbeitslose in Mailand: So viele Italiener ohne Job wie nie zuvor
AP

Arbeitslose in Mailand: So viele Italiener ohne Job wie nie zuvor


Luxemburg - Die Rezession hat die Euro-Zone inzwischen hinter sich gelassen, die Arbeitslosigkeit bleibt jedoch extrem hoch. Im November waren mit 19,24 Millionen Männern und Frauen 12,1 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Job, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. Das waren rund 4000 mehr als im Oktober und 452.000 mehr als vor Jahresfrist.

Damit verharrt die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote seit April vergangenen Jahres auf einem Rekordhoch. Zwar waren die Statistiker ursprünglich davon ausgegangen, dass die Rate im Oktober zum ersten Mal seit mehr als zweieinhalb Jahren gesunken war. Nun korrigierten sich die Experten und teilten mit, dass die Arbeitslosigkeit im September geringer war als bislang angenommen - es also im Folgemonat auch nicht zu einem Rückgang kam.

Am höchsten dürfte die Arbeitslosenquote in Griechenland sein, auch wenn die jüngsten Zahlen von dort aus dem September stammen. Damals betrug die Rate 27,4 Prozent. In Spanien lag sie im November bei 26,7 Prozent. In Italien erreichte die Quote mit 12,7 Prozent zwar einen im Vergleich dazu niedrigen Stand, dennoch war der Anteil der Italiener ohne Job noch nie so hoch. Auch die Jugendarbeitslosigkeit erreichte mit 41,6 einen Höchstwert.

Die niedrigsten Arbeitslosenraten in der Euro-Zone wiesen Österreich mit 4,8 Prozent und Deutschland mit 5,2 Prozent aus. Allerdings unterscheiden sich die Berechnungsmethoden von Eurostat und der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA). Der BA zufolge lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 6,7 Prozent.

fdi/dpa/Reuters/AFP



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marthaimschnee 08.01.2014
1.
Zitat von sysopAPDie Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone verharrt auf Rekordniveau. Im November waren 12,1 Prozent der Menschen im Währungsraum ohne Job, in Italien waren es mehr als jemals zuvor. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosigkeit-in-euro-zone-bleibt-im-november-auf-rekord-niveau-a-942413.html
Ach was! Weiß die das auch? Die Rezession? Und die Euro-Zone?
hador2 08.01.2014
2.
Zitat von sysopAPDie Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone verharrt auf Rekordniveau. Im November waren 12,1 Prozent der Menschen im Währungsraum ohne Job, in Italien waren es mehr als jemals zuvor. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosigkeit-in-euro-zone-bleibt-im-november-auf-rekord-niveau-a-942413.html
Nicht nur die, auch im Vergleich zu Österreich scheint die Eurostat anders zu rechnen. Laut österreichischem Arbeitsmarktservice liegt die Quote dort bei 7.6% und damit so hoch wie seit 60 Jahren nicht mehr...
Herr Hold 08.01.2014
3. ?
Zitat von hador2Nicht nur die, auch im Vergleich zu Österreich scheint die Eurostat anders zu rechnen. Laut österreichischem Arbeitsmarktservice liegt die Quote dort bei 7.6% und damit so hoch wie seit 60 Jahren nicht mehr...
Auch wenn die aabsoulten Zahlen unterschiedlich sind, müsste doch aber der Trend bei beiden Verfahren gleich sein....
malocher77 08.01.2014
4. Wie denn das?
Draghi hat gesagt die Krise ist vorbei und alle sind im Aufschwung.
naklar? 09.01.2014
5. Wenn Italien und Spanien offiziell eine genauso starke Exportindustrie hätten wie ..
... Deutschland; würden da nicht unsere Exporte zurückgehen?! Deutschland ist zweifellos in der Arbeitsplatzteilung erheblich vorangekommen. Nur mit der Vermögensverteilung sieht es bei weitem nicht so rosig aus und dadurch werden immer mehr in diesem Lande sozial ausgegrenzt. Ich glaube nicht daran, daß dies friedlich enden wird, wenn die Politkaste in Europa und dem Rest der Welt so weitermacht wie bisher. Wie sagt man so schön: Noch halten die Zäune.
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