Schwache Wirtschaft Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt auf Rekordhoch

Frankreich kommt nicht aus der Krise. Im Mai waren mit knapp 3,4 Millionen so viele Menschen arbeitslos wie noch nie zuvor. Dabei hatte Staatspräsident Hollande eigentlich versprochen, den Anstieg zu stoppen.

Arbeitsloser in Marseille (Archivbild): Keine Wende in Sicht
REUTERS

Arbeitsloser in Marseille (Archivbild): Keine Wende in Sicht


Paris - Die Arbeitslosenzahl in Frankreich ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Ende Mai waren nach Angaben des Arbeitsministeriums 3.388.900 Menschen ohne Job. Das waren noch einmal 24.800 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um 4,1 Prozent gestiegen.

Seit dem Amtsantritt von Präsident François Hollande im Mai 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl damit um fast eine halbe Million erhöht. Hollande hatte eigentlich versprochen, den Trend umzukehren.

Die Regierung in Paris stützt den Arbeitsmarkt mit Milliardenprojekten insbesondere für Jugendliche und Senioren. Sie hofft, damit die Arbeitslosigkeit zumindest bis Ende 2014 senken zu können, doch das Wirtschaftswachstum ist derzeit alles andere als ermutigend. Das Arbeitsministerium räumte denn auch ein, dass die erneut gestiegenen Arbeitslosenzahlen die Entwicklung beim Wirtschaftswachstum spiegelten, das im ersten Halbjahr "schwächer als erwartet" ausgefallen sei.

Eine Arbeitslosenquote veröffentlicht das Arbeitsministerium nicht. Laut dem französischen Statistikamt Insee, das die Arbeitslosenzahlen nach einer anderen Methode berechnet als das Ministerium, liegt die Quote bei rund zehn Prozent.

stk/dpa/AFP/Reuters



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insgesamt 55 Beiträge
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fassungslos14 26.06.2014
1.
der Laden da drüben ist verloren...
dani272 26.06.2014
2. Womit möchte Hollande die Wirtschaft ankurbeln
Mit so hohen Steuern vergrault er Investoren und gut verdienende Manager, anstatt diese anzulocken. Den selben Mist würde rot, rot, grün hier auch anstellen. Klingt immer gut der Spruch "soziale Gerechtigkeit" oder " nehmt es den Reichen" oder ähnliches blabla. Es ist aber schwer umzusetzen, nicht weil es die reichen nicht teilen wollen, sondern weil sich niemand gerne veräppeln lässt von diesen Ultra Linken, die selber den Hals nicht voll bekommen können.
Progressor 26.06.2014
3. Rezept
Da Deutschland nicht willig ist durch entsprechende Lohnpolitik die Leistungsbilanz auszugleichen, müssen andere Länder, so auch Frankreich, da runter kommen. Das heisst, das Lohnniveau muss via Mindestlöhne gesenkt werden. In Frankreich mit seinen renitenten Arbeitnehmern ist das nicht so gut möglich. Selbst wenn es gelänge, müsste zusätzlich der Staat mit Konjunkturprogrammen auf Pump die vorübergehenden Belastungen (Streiks, binnenwirtschaftlicher Nachfrageausfall) ausgleichen. Also noch viel mehr Schulden machen.
Progressor 26.06.2014
4. Ja also
Zitat von dani272Mit so hohen Steuern vergrault er Investoren und gut verdienende Manager, anstatt diese anzulocken. Den selben Mist würde rot, rot, grün hier auch anstellen. Klingt immer gut der Spruch "soziale Gerechtigkeit" oder " nehmt es den Reichen" oder ähnliches blabla. Es ist aber schwer umzusetzen, nicht weil es die reichen nicht teilen wollen, sondern weil sich niemand gerne veräppeln lässt von diesen Ultra Linken, die selber den Hals nicht voll bekommen können.
Da man hohe und höchste Einkommen/Vermögen nicht belasten kann, muss der Staat mit Konjunkturprogrammen auf Pump dies ausgleichen. Der Staat verschuldet sich, damit die "Elite" noch reicher wird und dies wird dann irgendwann den mittleren und niedrigen Einkommen auf die Füße fallen. Daran ist nichts zu ändern, so ist die Welt. ;-)
Observer 26.06.2014
5. Wie lange noch
wollen die Franzosen sich das ansehen - und wann fangen sie endlich an, die Ärmel hochzukrempeln und eine Agenda 2020 ins Leben zu rufen. Besser Minijobs als gar keine Arbeit.
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