Trotz Brexit Arbeitslosigkeit in Großbritannien fällt auf tiefsten Stand seit 1975

So wenige Arbeitslose gab es zuletzt vor der Ära Thatcher: Trotz des geplanten Ausstiegs aus der Europäischen Union ist die Quote in Großbritannien auf 4,2 Prozent gefallen.

Gerüstbauer in London
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Gerüstbauer in London


Die Zahl der Arbeitslosen ist in Großbritannien im Winter auf den niedrigsten Stand seit 1975 gesunken. In den drei Monaten bis Februar sei die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent gefallen, nach zuvor 4,3 Prozent, teilte das Statistikamt ONS in London mit.

Die durchschnittlichen Wochenlöhne stiegen zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 um 2,8 Prozent. Im vorangegangenen Zeitraum waren die Löhne etwas schwächer um 2,6 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise zogen derweil um 2,9 Prozent an.

Spekulation über baldige Zinserhöhung

Viele Anleger rechnen im Mai mit einer Reaktion der britischen Notenbank. Die Währungshüter erwarten, dass mit der guten Lage am Arbeitsmarkt auch die Löhne anziehen und so die Inflation weiter anheizen.

Die Bank of England strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft an, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Längerem. Dafür hat insbesondere die Talfahrt der Landeswährung Pfund gesorgt, die seit dem Brexit-Votum der Briten im Sommer 2016 unter Druck steht. Dadurch verteuern sich Importe, was für verstärkten Preisdruck auf der Insel sorgt.

Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten konnte das britische Pfund den jüngsten Höhenflug vorerst nicht fortsetzten. Am Morgen hatte das Pfund im Handel mit dem Dollar noch den höchsten Stand seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 erreicht.

brt/dpa/Reuters



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