"Keine Arbeitslosen" Busunternehmen finden keine Fahrer mehr

Nachwuchs verzweifelt gesucht: Deutsche Busunternehmen ächzen unter den Folgen des Aufschwungs - weil niemand mehr Busfahrer werden will. Die Branche hofft nun auf Durchbrüche bei autonomen Fahrzeugen.

Reisebusse (Archiv)
DPA

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Busunternehmen in Deutschland haben Schwierigkeiten, neue Fahrer zu finden. "Wir haben in vielen Regionen praktisch keine Arbeitslosen mehr, die sich auf offene Stellen bewerben könnten", sagte Karl Hülsmann, Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Und bis sich Flüchtlinge ans Steuer setzen können, sei es noch ein weiter Weg.

Der Bedarf ist groß, weil viele der rund 103.000 Busfahrer in Deutschland schon vergleichsweise alt sind und zudem noch immer Personal für den wachsenden Fernbus-Markt gebraucht wird. Der Job schrecke aber offenbar auch viele ab. "Es gibt vielleicht auch bequemere Arbeiten", sagt Bus-Lobbyist Hülsmann.

Auch die hohen Kosten für Busführerscheine von rund 10.000 Euro seien ein Problem. Unternehmen gingen inzwischen schon dazu über, die Kosten mitzufinanzieren. Auch das helfe nicht: "Es gibt keine Leute." Busfahrer im Ausland anzuwerben, sei schwierig - das sei anders als bei Lastwagenfahrern. "Da kann ich jemanden aus den Nachbarländern einstellen - die Ware unterhält sich ja nicht", so Hülsmann. Die Branche hoffe nun auf Entwicklungen beim autonomen Fahren.

beb/dpa



insgesamt 78 Beiträge
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Thunder79 07.01.2018
1.
Das selbe bei Piloten, Lok, und LKW-Fahrern: Wenn in 10-20 Jahren alles digitalisiert ist und die Fahrzeuge von alleine fahren werden, wer steigt dann noch freiwillig in ein Beruf den es in ein paar Jahrzehnten wohl kaum noch geben wird?
Patrik74 07.01.2018
2. Nur so ne Idee
Wie wäre es mit höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen?
moev 07.01.2018
3.
Erst mal gibt es keine echte Nachfrage. Wäre die Nachfrage echt, dann würden die einfach so viel bezahlen und im Gegenzug so viel für die Tickets nehmen, wie nötig ist um genügend Fahrer anzuwerben. Es gibt einen Mangel an Fahrern, die bereit sind zu den unter der Pseudo-Nachfrage möglichen Preisen anzufangen. Aber das ist so wie als ob ich postulieren, es gebe einen Mangel an gehobener Küche, weil meine Nachfrage nach 4 Sterneküche für 9,99€ all you can eat nicht gedeckt wird. Die Sache mit den autonomen fahren ist auch so eine Sache. Ich fange doch heute keine Ausbildung in einem Beruf mehr an, von dem ich weiß das er in 10-15 Jahren nicht mehr existieren wird. Schlüsselwort ist "von dem ich weiß". Sicher könnte das bei jedem Job passieren den man heute neu anfängt, das ist immer ein Risiko. Aber es sollte eben bestenfalls ein Risiko sein und keine Gewissheit.
Gegenanflug27 07.01.2018
4. F(l)ixe Antwort:
Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Ist das Angebot an Busfahrern also zu klein, sollten die Busunternehmer mal über angemessene Löhne, Überstunden,- Urlaubs,- und Freizeitregelungen nachdenken. Das kann ein einzelner Unternehmer natürlich nicht, weil natürlich die Konkurenz das nicht tut und würfe man sich ja selbst aus dem Wettbewerb.... Jetzt wäre es schön eine Gewerkschaft zu haben, die für alle Branchenunternehmen gleiche Tarifbedingungen schaffte, nicht wahr, liebe Unternehmer ? Aber keine Angst, die deutschen Gewerkschaften tun schon seit 20 Jahren nichts mehr für die Arbeiter und Angestellten dieser Gesellschaft. Die organisieren nur noch menschenleere 1.Mai Kundgebungen. Diesen Text bitte kopieren und allen Unternehmen, aller Branchen schicken, die über Arbeitskräftemangel stöhnen.
Gegenanflug27 07.01.2018
5. F(l)ixe Antwort:
Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Ist das Angebot an Busfahrern also zu klein, sollten die Busunternehmer mal über angemessene Löhne, Überstunden,- Urlaubs,- und Freizeitregelungen nachdenken. Das kann ein einzelner Unternehmer natürlich nicht, weil natürlich die Konkurenz das nicht tut und würfe man sich ja selbst aus dem Wettbewerb.... Jetzt wäre es schön eine Gewerkschaft zu haben, die für alle Branchenunternehmen gleiche Tarifbedingungen schaffte, nicht wahr, liebe Unternehmer ? Aber keine Angst, die deutschen Gewerkschaften tun schon seit 20 Jahren nichts mehr für die Arbeiter und Angestellten dieser Gesellschaft. Die organisieren nur noch menschenleere 1.Mai Kundgebungen. Diesen Text bitte kopieren und allen Unternehmen, aller Branchen schicken, die über Arbeitskräftemangel stöhnen.
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