1,24 Millionen unbesetzte Jobs Zahl der offenen Stellen steigt auf Rekordhoch

Unternehmen und Behörden fällt es zunehmend schwer, Arbeitsplätze zu besetzen. Im dritten Quartal ist die Zahl der unbesetzten Stellen auf einen neuen Rekordwert emporgeschnellt.

Jobmesse in Berlin
picture alliance / dpa

Jobmesse in Berlin


Im dritten Quartal 2018 wurde mit bundesweit rund 1,24 Millionen offenen Stellen ein neuer Rekordstand erreicht. Gegenüber dem dritten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl um rund 140.000, gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um rund 23.000. Das geht aus der sogenannten Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Westdeutschland waren im dritten Quartal 2018 rund 950.000 offene Stellen zu vergeben, in Ostdeutschland rund 290.000.

"Auffällig ist die stark gestiegene Personalnachfrage im Verarbeitenden Gewerbe", teilte der Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis am Dienstag in Nürnberg mit. "Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der offenen Stellen hier um fast ein Drittel erhöht." Im Verarbeitenden Gewerbe gab es gegenüber dem dritten Quartal 2017 einen Anstieg von fast 40.000 auf nunmehr gut 160.000 offene Stellen.

Das IAB untersucht in seiner Stellenerhebung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Jobs, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im dritten Quartal 2018 wurden Antworten von rund 9.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet.

ssu

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insgesamt 46 Beiträge
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Tharsonius 06.11.2018
1. Es wäre
mal interessant anhand einer interaktiven Map zu sehen in welchen Regionen dieser "Notstand" am stärksten ist.
fiegepilz 06.11.2018
2.
dann sollen die halsabschneider mal anständige löhne zahlen und für vernünftige bedingungen und sicherheit sorgen. aber das wird wieder nicht gemacht
Bernie59 06.11.2018
3.
Es ist schon was faul im Staate Deutschland, wenn 5.000-6000€ Brutto-Stellen nicht mehr besetzt werden können. Oder waren es nur 450€ Stellen? Dazu schweigen im Walde.
kulinux 06.11.2018
4. Es gibt bestimmt gleich wieder welche, …
die laut darauf hinweisen, dass die Löhne als Reaktion auf den Arbeits- und Fachkräftemangel nicht gestiegen sind, wie es nach der ewig wahren Lehre der Marktwirtschaft sein müsste, dass sie selbst keine Arbeit finden, obwohl sie hoch qualifiziert aber nicht bereit sind, als Ingenieure und Facharbeiter nur für den Mindestlohn zu arbeiten, und dass deshalb die Verbreiter solcher Meldung zurecht als "Lügenpresse" beschimpft werden dürfen. Nichts davon ist natürlich wahr! Es ist genau so und muss auch genau so sein, wie der SPON schreibt, denn es steht ja in der (Online-) Zeitung!
lupenrein 06.11.2018
5. Angesichts
der ständig steigenden Zahl von unbefristeten Stellen, Leiharbeitern und 450-Euro Jobs eigentlich nicht ganz nachvollziehbar. Dass billigste Arbeitskräfte immer mehr gesucht werden, ist da schon plausibler.
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