Arbeitsmarkt Zahl der Erwerbstätigen erreicht Rekordstand

Noch nie seit der Wiedervereinigung gab es so viele Erwerbstätige in Deutschland: Ende 2016 waren es 43,7 Millionen Menschen - rund eine Viertelmillion mehr als ein Jahr zuvor.

Baustelle einer Windkraftanlage in Brandenburg
DPA

Baustelle einer Windkraftanlage in Brandenburg


Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiter im Aufschwung: Im letzten Quartal des vergangenen Jahres hatten 43,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 267.000 oder 0,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015. Damit erreicht die Zahl der Erwerbstätigen einen Rekord seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Allerdings wuchs die Zahl der zusätzlichen Jobs erneut langsamer als zuvor. Im ersten Quartal hatte das Plus binnen Jahresfrist noch 1,3 Prozent betragen, im zweiten Quartal 1,2 Prozent und im dritten Quartal 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Zeitraum von Juli bis September legte die Zahl der Beschäftigten im vierten Quartal 2016 um 0,2 Prozent oder 99.000 Menschen zu. Bereinigt um Saisonschwankungen ergab sich ein noch etwas geringerer Zuwachs von 0,1 Prozent zum Vorquartal.

Die meisten zusätzlichen Arbeitsplätze entstanden im Dienstleistungssektor. Allein im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit waren es 172.000 Beschäftigte mehr als im letzten Quartal 2015. Bei den Unternehmensdienstleistungen waren es 112.000, im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 34.000 Erwerbstätige mehr.

Auch im Baugewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen, konkret um 19.000. Dagegen arbeiteten in der Industrie 49.000 Menschen weniger als im Vorjahr, in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei waren es 11.000 weniger.

fdi/Reuters/dpa



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