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Arbeitsmarkt: Zahl der Erwerbstätigen steigt auf Rekordniveau

Produktion bei Kuka in Augsburg: Erstmals mehr als 39 Millionen Arbeitnehmer Zur Großansicht
DPA

Produktion bei Kuka in Augsburg: Erstmals mehr als 39 Millionen Arbeitnehmer

Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland mit Arbeit Geld verdient: Von Oktober bis Dezember 2015 lag die Zahl der Erwerbstätigen bei 43,43 Millionen.

Die gute Konjunktur sorgt für immer neue Rekorde auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres waren 43,43 Millionen Menschen erwerbstätig, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das waren 412.000 oder 1,0 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Zu den Erwerbstätigen zählen außer Arbeitnehmern auch Selbstständige und deren mithelfende Angehörige.

Der Anstieg ging dabei ausschließlich auf abhängige Beschäftigung zurück. Mit 39,3 Millionen gab es 510.000 mehr Arbeitnehmer als noch Ende 2014. Dagegen sank die Zahl der Selbstständigen um 98.000 auf 4,2 Millionen - diese Gruppe schrumpfte bereits in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich.

Insgesamt ist die Zahl der Erwerbstätigen in den letzten drei Monaten 2015 so stark gestiegen wie zuletzt im Sommer 2012. Dafür sorgte vor allem die Nachfrage nach Mitarbeitern im Dienstleistungssektor. Den größten Zuwachs meldeten die Unternehmensdienstleister mit 151.000 Personen. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit gab es ein Plus von 145.000, im Handel, Verkehr und Gastgewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 104.000. Dagegen sank sie in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei um 19.000.

Mehr Beschäftigte, weniger Arbeitsstunden

Die von allen gemeinsam erbrachte gesamtwirtschaftliche Arbeitsleistung wuchs im gesamten Jahr 2015 um zwei Prozent auf knapp 59 Milliarden Stunden. Damit wurden fast die Rekordwerte von kurz nach der Wiedervereinigung erreicht, als auf dem Gebiet der früheren DDR noch große Belegschaften mitgezählt wurden. Im Jahr 1991 waren laut Statistik noch 60,3 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden.

Wegen der seitdem immer stärkeren Teilzeitarbeit und der zunehmenden Beteiligung weiter Bevölkerungsgruppen ist die Arbeitsbelastung jedes einzelnen Beschäftigten in der Tendenz gesunken. Im Jahr 2015 leistete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1371 Arbeitsstunden, fast 200 weniger als im Jahr 1991, als es noch 1565 Stunden waren.

fdi/Reuters/dpa

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