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Arbeitsmoral: Fast jeder vierte Arbeitnehmer hat seinen Job satt

Diese Studie dürfte Chefs wenig freuen: Fast jeder vierte Beschäftigte hat einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Gallup zufolge seinen Job satt. Vollen Einsatz zeigt demnach nur jeder neunte Arbeitnehmer.

Arbeitsplatz: Viele Beschäftigte haben ihren Job laut einer Umfrage satt Zur Großansicht
AP

Arbeitsplatz: Viele Beschäftigte haben ihren Job laut einer Umfrage satt

Potsdam - Viele Beschäftigte sind mit ihrem Job laut einer neuen Umfrage unzufrieden: Fast jeder Vierte (23 Prozent) hat innerlich bereits gekündigt, lautet das Ergebnis einer Befragung der Marktforscher von Gallup in Potsdam. Nur jeder neunte Arbeitnehmer (11 Prozent) in Deutschland fühlt sich demnach seiner Firma stark verbunden und gibt in seinem Job vollen Einsatz. Die meisten Beschäftigten (66 Prozent) machen Dienst nach Vorschrift. Im September und Oktober 2009 waren rund 500 Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt worden.

Damit ist der Anteil der engagierten Mitarbeiter seit dem Vorjahr leicht gesunken: Er lag 2008 noch bei 13 Prozent. Damals fühlten sich 20 Prozent ihrem Arbeitgeber überhaupt nicht verbunden, und 67 Prozent hatten lediglich eine geringe emotionale Bindung. Die Wirtschaftskrise hat sich demnach aber nur geringfügig auf das Engagement und die Motivation der Arbeitnehmer in Deutschland ausgewirkt.

Vor knapp zwei Wochen war eine andere Studie zu einem völlig unterschiedlichen Ergebnis gekommen - Mitarbeiter in Deutschland sind flexibel, engagiert und loyal. Das besagte eine Studie der Unternehmensberatung Towers Watson. Demnach seien nur sechs Prozent der Beschäftigten nicht motiviert, 24 Prozent dagegen aber hoch und 43 Prozent moderat motiviert. Im internationalen Vergleich nehme Deutschland damit einen Spitzenplatz ein.

Towers Watson hat für die "Global Workforce Study" 20.000 Arbeitnehmer in 27 Ländern befragt - zu ihrem beruflichen Umfeld sowie der individuellen Einstellung zur Arbeit. Zudem fließen weitere Mitarbeiterbefragungen aus Towers-Watson-Beratungsprojekten, 2009 waren es damit insgesamt vier Millionen Meinungen.

wit/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 27 Beiträge
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1. ...
Neurovore 30.03.2010
Zitat von sysopDiese Studie dürfte Chefs wenig freuen: Fast jeder vierte Beschäftigte hat einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Gallup zufolge seinen Job satt. Vollen Einsatz zeigt dagegen demnach nur jeder neunte Arbeitnehmer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,686572,00.html
Abmahnen, die unmotivierten Betriebsschädlinge! Wer sich als AN (eine Stufe über H4) nicht täglich anheischig macht, des Cheffes Escherichia coli (http://de.wikipedia.org/wiki/Escherichia_coli) persönlich zu begrüßen, der soll mit fdp-mäßigen "Leistung muß sich widerlohnen (!)"-Pamphleten sanktioniert werden.
2. Wen wundert's?
Spinatwachtel 30.03.2010
Es dämmert selbst dem letzten Esel, dass er nur noch Schläge kriegt vom Arbeitgeber, und wenn er nicht mehr gebraucht wird einfach rausgeworfen wird. Dienst nach Vorschrift, ja! Wer sich für diese Raffzähne aufreibt, ist selber schuld. Sie danken es keinem!
3. Wen wundert´s
aschu0959 30.03.2010
Abmahnungen und fristlose Kündigungen wegen Kinkerlitzchen - Immer weniger fest angestellte (verlässliche) Kollegen und eine zunehmende Anzahl von Jobbern, Teilzeitarbeitern u./o. unqualifizierten - Mich wundert nur das noch (angeblich) jeder neunte normalen Einsatz zeigen soll ! Dieses Problem ist hausgemacht liebe Chefs !
4. ach herje
Adran, 30.03.2010
wurden da etwa Leute in den flexiblen, befristeten Stellen gefragt, wie sehr sich sie verbunden mit den Unternehmen fühlen? Wenn selbst Wissenschaftler die Schnauze gestrichen voll haben, da man zu kurze Verträge bekommt, und die Arbeitsbedienungen kaum noch langfristige Forschung zulassen, weil die WM mitarbeiter, die die hauptarbeit machen, schnell wieder entlassen werden, und man damit Know How verliert, wie soll es dann erst in Unternehmen sein, die nicht nur auf solche Dinge zugreifen, sondern man auch noch wenig bezahlung bekommt? Aufwachen.. Wenn man Mitarbeiter nur noch über Zeit/Leiharbeit einstellt, sie kaum im Unternehmen sind, werden die sich auch kaum mit dem Unternehmen verbunden fühlen, und volle Leistung bringen.
5. problem ???
autocrator 30.03.2010
Zitat von aschu0959Abmahnungen und fristlose Kündigungen wegen Kinkerlitzchen - Immer weniger fest angestellte (verlässliche) Kollegen und eine zunehmende Anzahl von Jobbern, Teilzeitarbeitern u./o. unqualifizierten - Mich wundert nur das noch (angeblich) jeder neunte normalen Einsatz zeigen soll ! Dieses Problem ist hausgemacht liebe Chefs !
- Welches problem ??? Ist doch alles wunderbar! nicht vergessen: SO IST ES GEWOLLT ! permanente angst um den arbeitsplatz, angst vor dem sozialabsturz auf hartz4-niveau, lohndumping und gewinn- oder shareholdervalue-maximierung, untergebene die nicht mehr widersprechen oder bessere ideen als ihre chefs haben , das peter-prinzip ... besser kann's doch für die reichen und mächtigen und chefs gar nicht laufen!
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2004 26.399 0,6 19,36
2005 26.470 0,3 19,55
2006 26.706 0,9 19,76
2007 27.128 1,6 20,04
2008 27.751 2,3 20,51
2009 27.648 -0,4 21,12
Quelle: Statistisches Bundesamt

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