Euro-Krise: Arbeitsorganisation ILO schreibt Schuldenländer ab

Vernichtende Einschätzung für die Euro-Krisenstaaten: Die Experten der Internationalen Arbeitsorganisation prognostizieren nicht nur, dass die Arbeitslosigkeit in den Südländern der EU weiter steigen wird. Selbst bei einem Aufschwung der Wirtschaft sehen sie kaum Hoffnung.

Arbeitssuchende in Barcelona: Experten sehen keine Erholung in den Euro-Krisenstaaten Zur Großansicht
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Arbeitssuchende in Barcelona: Experten sehen keine Erholung in den Euro-Krisenstaaten

Hamburg - Experten erwarten, dass sich die hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenstaaten Europas weiter zementiert. Die Rezession soll außerdem langfristig verheerende Auswirkungen auf die dortigen Arbeitsmärkte haben. Das sagten Experten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der "Financial Times Deutschland" ("FTD"). Selbst wenn sich die Konjunktur irgendwann wieder erhole, dürften die Erwerbslosenzahlen nicht mehr auf Vorkrisenniveau sinken.

"Die Trendarbeitslosigkeit dürfte in den Euro-Krisenländern in der nahen Zukunft weiter steigen", sagte Ekkehard Ernst, Leiter der ILO-Prognoseabteilung, der "FTD". Die Südländer der EU stünden vor dem Problem, dass sie für Investoren inzwischen äußerst unattraktiv seien. Viele der europäischen Krisenländer kämpfen mit extrem hoher Arbeitslosigkeit. Das Problem betrifft vor allem junge Menschen.

mia/dpa

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insgesamt 43 Beiträge
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1. nichts neues
heidi1-preiss 04.12.2012
Zitat von sysopVernichtende Einschätzung für die Euro-Krisenstaaten: Die Experten der Internationalen Arbeitsorganisation prognostizieren nicht nur, dass die Arbeitslosigkeit in den Südländern der EU weiter steigen wird. Selbst bei einem Aufschwung der Wirtschaft sehen sie kaum Hoffnung. Arbeitsorganisation ILO schreibt Schuldenländer ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsorganisation-ilo-schreibt-schuldenlaender-ab-a-871016.html)
ist doch schon lange bekannt. dieser kurs "gürtel enger schnallen" führt zum ersticken, nicht zur erholung der krise.und der anstieg der arbeitslosigkeit ist doch nur teil 2 der finanzkrise, auch schon seit sommer bekannt.
2. Wenn die Banane krum ist
metaware 04.12.2012
Da fällt den Eurokraten bestimmt eine Lösung ein, wie für die krumme Banane. Wenn schon krumm, dann mit irgendeiner Vorschrift. Und alle Bürokraten sind selbstfroh und gerechtfertigt.
3. Die EU wird immer mehr zu einem...
greentiger 04.12.2012
Zitat von sysopDas Problem betrifft vor allem junge Menschen.
sich selbst füllenden Pulverfass, was aber offensichtlich die Regierungen nicht wesentlich stört - naja, wer Geld und Möglichkeiten hat kann sich ja im Explosionsfall in andere Regionen absetzen. ...oder sind die offiziell Verantwortlichen zu blöd sich die Möglichkeit von bürgerkriegsähnlichen Zuständen, verursacht durch völlig demoralisierte Jugendliche vorzustellen?
4.
MarkusW77 04.12.2012
Zitat von metawareDa fällt den Eurokraten bestimmt eine Lösung ein, wie für die krumme Banane. Wenn schon krumm, dann mit irgendeiner Vorschrift. Und alle Bürokraten sind selbstfroh und gerechtfertigt.
Die verordnung ueber krumme Bananen /Gurken etc. war eine forderung des Handels um Platz beim transport zu sparen- und wer eine starke lobby hat bekommt in der politik so manches...
5. Bei starkem Übergewicht hilft immer den Gürtel enger schnallen.
prince62 04.12.2012
Zitat von heidi1-preissist doch schon lange bekannt. dieser kurs "gürtel enger schnallen" führt zum ersticken, nicht zur erholung der krise.und der anstieg der arbeitslosigkeit ist doch nur teil 2 der finanzkrise, auch schon seit sommer bekannt.
Schon wieder vergessen, woher der Kurs "Gürtel enger schnallen" denn kommt, weil man sich die letzten 10-15 Jahre mit Krediten einen Lebensstil gegönnt hat, den man sich nie und nimmer hätte leisten dürfen, jetzt sind die Kredite fällig und die Banken geben erst wieder Geld, wenn die alten Fälligkeiten bezahlt werden. Ist übrigens genauso wie im normalen Leben bei völlig normalen Menschen, Sie könnenja mal zu ihrer Bank gehen, fleißig Kredit aufnehmen und dann immer neue Kredite verlange, die Abzahlung der alten Kredite werden Sie dann mit Hinweis auf Einschränkung ihrer Lebensgewohnheiten ablehnen, mal sehen was die Bank dazu sagt. Die Einschätzung der Organisation ist absolut korrekt und richtig, die Club-Med Länder hätten nie in die gleiche Währung wie Deutschland und die nordischen Länder gehen dürfen, aber sagen Sie mal den Politikern was von Realitäten, wenn die alle komplett in ihrem Eurowahn verfallen sind. Schon nach jetzt 10 Jahren kommt das böse Erwachen und der Euro fördert nicht die Einheit Europas, der Euro fördert die Spaltung Europas.
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