Arbeitsverträge Befristet Beschäftigte werden häufiger übernommen

Befristete Verträge sollten zur Brücke in dauerhafte Beschäftigung werden. Laut einer Studie sind sie das inzwischen immer öfter: Der Anteil der Angestellten, deren Zeitvertrag in einen dauerhaften umgewandelt wurde, stieg 2012 auf 39 Prozent.

Kassiererin (in Berlin): Befristet Angestellte erhalten öfter dauerhafte Verträge
DPA

Kassiererin (in Berlin): Befristet Angestellte erhalten öfter dauerhafte Verträge


Nürnberg - Mit dem Job-Boom der vergangenen Jahre sind nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern auch die Chancen von befristet Beschäftigten auf einen Dauerarbeitsplatz deutlich gestiegen.

Seien im Jahr 2009 lediglich 30 Prozent der zunächst befristet angestellten Männer und Frauen übernommen worden, so habe ihr Anteil im Jahr 2012 bei 39 Prozent gelegen, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Offenbar versuchen Arbeitgeber ihre befristet Angestellten häufiger im Unternehmen zu halten. Der Anteil derer, die nach Ablauf ihres Zeitvertrags nicht weiterbeschäftigt wurden, sank von 37 Prozent 2009 auf 28 Prozent im vergangenen Jahr. Der Anteil derer, die einen weiteren Zeitvertrag erhielten, blieb konstant.

Allerdings sei 2012 auch der Anteil der befristetet eingestellten Mitarbeitern an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten höher gewesen als noch zu Beginn des letzten Job-Booms: Waren 2009 noch 7 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland befristet angestellt, lag ihr Anteil im vergangenen Jahr bei 7,6 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um rund 250.000 auf etwa drei Millionen Arbeitsverträge.

Besonders häufig stellten Schulen und andere Erziehungseinrichtungen Personal nur befristet an; der entsprechende Anteil liege in diesem Bereich bei 76 Prozent. In der öffentlichen Verwaltung liege der entsprechende Anteil bei 60 Prozent. Als Grund führt das IAB die oft nur kurzfristig bereitgestellten Projekt- und Haushaltsmittel an.

ade/dpa

insgesamt 31 Beiträge
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idealist100 20.06.2013
1. Was soll
Zitat von sysopDPABefristete Verträge sollten zur Brücke in dauerhafte Beschäftigung werden. Laut einer Studie sind sie das inzwischen immer öfter: Der Anteil der Angestellten, deren Zeitvertrag in einen dauerhaften umgewandelt wurde, stieg 2012 auf 39 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsvertraege-befristet-beschaeftigte-werden-haeufiger-uebernommen-a-906876.html
Was soll die Schönanmalerei. Die BfA hat doch gerade mit geteilt das das Ganze ein Flop war und ist. Mit 1.-€ Jobern, Aufstockern, Zeitarbeitern.
Der Meyer Klaus 20.06.2013
2.
Zitat von idealist100Was soll die Schönanmalerei. Die BfA hat doch gerade mit geteilt das das Ganze ein Flop war und ist. Mit 1.-€ Jobern, Aufstockern, Zeitarbeitern.
Jepp. Mehr als die Hälfte der Zeitarbeiter hier sind totale Nulpen und zu nichts zu verwenden. Wobei das wohl eher die Schuld der Zeitarbeiterfirmen ist, die die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter nicht richtig einstufen. Oder es ihnen egal ist.
pepe_sargnagel 20.06.2013
3.
Zitat von idealist100Was soll die Schönanmalerei. Die BfA hat doch gerade mit geteilt das das Ganze ein Flop war und ist. Mit 1.-€ Jobern, Aufstockern, Zeitarbeitern.
Was bedeutet das in Zahlen. Jeder vierte wird nicht übernommen und wie viele erhalten nun einen weiterhin befristeten Vertrag? Man kann schon wirklich von einem Erfolg sprechen, wenn jeder Dritte befristet eingestellt ist und keine Familienplanung möglich ist. Absolut wohltuend wie kritisch die Zahlen abgelesen werden.
spon-facebook-1701403976 20.06.2013
4. Na ich weiss ja nicht
Ich kenn da aber Praktiken von der Deutschen Post die nicht darauf abzielen Personal mit befristeten Verträgen dauerhaft zu übernehmen. Eher werden dort Schlupflöcher genutzt um Kosten für das Unternehmen zu sparen. Recherchieren sie da mal nach.
mollizi 20.06.2013
5. schön wär's
Befristete Verträge werden in unbefristete umgewandelt - leider gilt das nicht für Wissenschaftler im Öffentlichen Dienst. Über 20 Jahre auf befristeten Verträgen, so sieht das leider für viele hochqulifizierte Wissenschaftler an Unis und Forschungsinstituten aus! Was die Privatwirtschaft schafft,gilt noch lange nicht für den Staat.
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