Peso-Verfall Argentinische Notenbank erhöht Leitzins um 15 Prozentpunkte

Trotz Verhandlungen der argentinischen Regierung mit dem IWF ist der Peso auf ein neues Rekordtief gefallen. Die Notenbank steuerte mit einer drastischen Erhöhung des Leitzinses gegen.

Peso-Kurs
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Die argentinische Notenbank hat den Leitzins drastisch angehoben. Sie reagiert damit auf den Verfall der Landeswährung Peso. Der Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld steige um 15 Prozentpunkte auf 60 Prozent, teilte die Notenbank nach einer außerordentlichen Sitzung mit. Die Zentralbank verspricht, dass sie den Leitzins bis mindestens Dezember nicht senken wird. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Mit der massiven und überraschenden Zinsanhebung versucht die Notenbank, gegen die Talfahrt des Peso anzukämpfen. Argentiniens Präsident Mauricio Macri hatte am Mittwoch den Internationalen Währungsfonds (IWF) darum gebeten, dass bereits vereinbarte Hilfen des Währungsfonds frühzeitig an sein Land ausgezahlt werden. Ein "Vertrauensmangel in die Märkte" habe ihn zu diesem Schritt bewogen, sagte Macri in einer Fernsehansprache am Mittwoch. Der IWF will die Anfrage prüfen.

Doch der Peso beschleunigte daraufhin seine Talfahrt noch. Die Währung Argentiniens war vor der Zinserhöhung auf ein Rekordtief gefallen. Für einen US-Dollar mussten zeitweise rund 39 Peso gezahlt werden, und damit so viel wie noch nie. Nach der Zinsanhebung erholte sich der Peso nur ein wenig und wurde zuletzt mit knapp 36 Peso gehandelt.

ans/dpa



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