Altersarmut bei Frauen 45 Jahre gearbeitet - 140 Euro Rente

Millionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren weit unter dem Niveau von Hartz IV.

Seniorinnen: Vom Minijob in die Altersarmut
DDP

Seniorinnen: Vom Minijob in die Altersarmut


München - Von der prekären Beschäftigung direkt in die Altersarmut: Für Minijobber sind die Aussichten auf den Ruhestand düster. Gefährdet sind vor allem Frauen mit einem jahrelangen Minijob, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgerechnet, wie hoch die Rente für diese Beschäftigten ausfallen dürfte.

Ein Minijobber, der ein Jahr lang tätig ist, bekäme demnach eine monatliche Rente von 3,11 Euro. Nach 45 Versicherungsjahren betrage der Anspruch auf Altersgeld 139,95 Euro im Monat.

Nur minimal besser sehen die Zahlen des Ministeriums aus, wenn der Minijobber den pauschalen Rentenbeitrag des Arbeitgebers in Höhe von 15 Prozent auf die üblichen 19,6 Prozent aufstockt. Nach 45 Versicherungsjahren betrage der Rentenanspruch dann 182,70 Euro, für ein Jahr sind es etwas mehr als vier Euro.

Mehr als sieben Millionen Minijobber

Derzeit haben laut "SZ" 7,4 Millionen Menschen in Deutschland eine Stelle auf 400-Euro-Basis, für die sie keine Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen - sogenannte Minijobs. Davon waren Mitte 2011 knapp 4,65 Millionen Frauen. Gut zwei Drittel von ihnen haben ausschließlich diesen Minijob.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Geringverdienern ab 2013 mit der Zuschussrente helfen. Davon sollen auch Minijobber profitieren, sofern sie selbst Beiträge zahlen, genügend Versicherungsjahre vorweisen können und von 2014 an zusätzlich privat oder betrieblich vorsorgen. Ihre Rentenansprüche würden sich dadurch auf etwa 365 Euro verdoppeln, schreibt die Zeitung. Ohne andere Einkünfte wären die Frauen aber dennoch auf die staatliche Grundsicherung angewiesen. Diese liegt im Schnitt bei 688 Euro.

Die frauenpolitische Sprecherin der Linken, Yvonne Ploetz, sagte laut "SZ", die Altersvorsorge von Frauen sei "alarmierend". Die von Arbeitsministerin von der Leyen geplante Zuschussrente gebe "keine Entwarnung". Das Ministerium hingegen warnte davor, die Zahlen überzubewerten. Geringe Renten seien "kein Indiz für geringe Gesamteinkommen im Alter".

Tatsächlich beträgt die Altersrente von Frauen im Durchschnitt 535 Euro. Da aber oft andere Einkünfte hinzukommen, liegt das durchschnittliche Nettogesamteinkommen von alleinstehenden Frauen im Alter bei 1188 Euro, heißt es im Ministerium. Rentnerehepaare haben netto sogar 2248 Euro zur Verfügung. Allerdings gilt auch hier: Dies ist nur ein Durchschnittswert.

nck/dpa/AFP



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insgesamt 370 Beiträge
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Seite 1
nurnochdiesergedanke 28.03.2012
1. Dieses Problem
kann man in diesem Staat lösen - gebt allen Ehrensold!
vrdeutschland 28.03.2012
2. Es ist zum Kotzen
Zitat von sysopDDPMillionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,824163,00.html
Da wird von einer "Zuschußrente" geschwätzt. Wo ist der Sinn dabei ? Warum wird nicht schon zur Lebensarbeitszeit dafür gesorgt, daß eine ausreichenden Rente vorhanden ist ? Aber keine Sorge: die Renten, Pensionen und Beihilfen, die dann so in Richtung 2030 fällig werden, lassen den Laden hier eh implodieren. Wir reden hier über 7 Billionen EUR indirekte Schulden...
Katagi 28.03.2012
3.
Zitat von sysopDDPMillionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,824163,00.html
Dem gegenüber steht das parteienübergreifende Raubrittertum unserer "Volksvertreter": Mich würde mal interessieren wieviel Jahre ein Minijobber arbeiten muss, um die gleiche Höhe an Bezügen zu erhalten, die ein Abgeordneter für eine Legislaturperiode Lobbyarbeit bekommt?
matthias_b. 28.03.2012
4. Breaking News
Wer extrem wenig arbeitet und extrem wenig verdient, bekommt also auch extrem wenig Rente. Lesen Sie morgen bei SpOn: Nachts meist kälter.
flower power 28.03.2012
5. Bitte zurück zur Schule
Zitat von sysopDDPMillionen Frauen müssen trotz harter Arbeit fürchten, im Alter arm zu werden. Gefährdet sind laut Sozialministerium vor allem Minijobber. Deren Rente liegt selbst nach 45 Arbeitsjahren unter 140 Euro im Monat. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,824163,00.html
Frau Leyen. Was der Quatsch die älteren Mitbürger so abspeisen zu wollen. Mit den 345 - bei H4 688 - Euronen kommen sie doch nicht mal einen Tag lang aus. Ihre Ausführungen sind menschenverachtend und voller sozialer Sprengstoff. Im warmen Nest hocken und auf die ärmeren spucken ist keine Glanztat. Sie sehen nicht nur cool aus, nein sie sind auch eiskalt.brrrrrr mir wird schlecht wenn ich an sie denke.
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