Armutsstudie Mangel und Verzicht prägen Alltag von 2,6 Millionen Kindern

Kein Urlaub, kein Kino, keine neue Kleidung: Nach SPIEGEL-Informationen belegt eine neue Studie das Ausmaß der Benachteiligung von Kindern aus armen Familien. Staatliche Unterstützung wird ihrem Bedarf oft nicht gerecht.

Junge in sozialer Einrichtung in Hamburg: Drei von vier armen Kindern fahren nie in Urlaub
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Junge in sozialer Einrichtung in Hamburg: Drei von vier armen Kindern fahren nie in Urlaub


Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt, wie der Alltag von 2,6 Millionen Kindern von Verzicht und Mangel geprägt ist.

Wie der SPIEGEL berichtet, machen laut der Studie 76 Prozent der Kinder aus einkommensarmen und von Hartz IV abhängigen Familien noch nicht einmal eine Woche Urlaub im Jahr. Bei Kindern, die in gesicherten Verhältnissen aufwachsen, sind es hingegen nur 21 Prozent. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

54 Prozent der armutsgefährdeten Kinder können laut Studie nicht mindestens einmal im Monat ins Kino, Theater oder Konzert gehen. 31 Prozent können nicht einmal im Monat Freunde zum Essen einladen. Bei Antworten auf die Frage, ob sie sich ab und zu neue Kleidung kaufen können, sagen 29 Prozent nein. 14 Prozent haben kein Internet. Zehn Prozent besitzen keine ausreichende Winterkleidung.

"Die staatliche Unterstützung für arme Familien orientiert sich zu wenig an den Bedarfen der Kinder und wird ihnen deshalb oftmals nicht gerecht", heißt es in der Studie.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 316 Beiträge
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Seite 1
raynarsaurus 09.05.2015
1.
Der Staat sieht die Zukunft offenbar nicht in den eigenen Kindern. Das Gefühl bekomme ich mit jedem Bericht mehr, welcher über die Armut derjenigen erzählt.. Schade. RB
Kater Bolle 09.05.2015
2. Wenn wird denn
alle Flüchtlinge gerettet und versorgt haben, könnten wir uns ja auch mal langsam um dieses Armutfeld kümmern. Auch hin Deutschland haben wir sicher keine heile Welt. Es wird immer wieder vom reichen Deutschland geredet. Aber über die heutige "Unterschicht" von 35-40% der Bevölkerung denkt keiner nach. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer. Die Vermögensverteilung immer kritischer. Fazit: Arme Kinder haben keine Lobbyisten.
elizar 09.05.2015
3. Ernsthaft?
"54 Prozent der armutsgefährdeten Kinder können laut Studie nicht mindestens einmal im Monat ins Kino, Theater oder Konzert gehen. 31 Prozent können nicht einmal im Monat Freunde zum Essen einladen. " Was kommt als nächstes? 50% der Kinder können sich nicht alle 6 Monate das neueste iPhone leisten? Also mal ehrlich. Früher konnte ich das auch nicht. Ich war auch nur einmal im halben Jahr im Kino (wenn pberhaupt). Ich war trotzdem nicht arm. Bei den ganzen Armutsdiskussionen bekommt man mehr und mehr den Eindruck, dass die Ansprüche maßlos gestiegen sind. Das letzte mal musste man noch lesen, dass die armen Kinder nciht jedes Jahr in den Skiurlaub fahren können. Mein Herren. Das macht diese ganze Diskussion doch ziemlich lächerlich!
GinaBe 09.05.2015
4. Systematische Schande.
Die Lebensumstände benachteiligter Kinder richten sich nach finanziellen Vorlagen staatlicher Auflagen, wie die der Eltern. Das ist, um es gelinde zu sagen, systematisch genau so gewollt. Es gibt ja immer noch Leute, die selbst dieses Existenzminimum den Familien nicht gönnen. Was aber nutzen und helfren alle diese reißerischen, Empörung heuchelnden Artikel und Studien, wenn sich im Prinzip nichts ändert? Auch: nichts ändern SOLL? Diese Unterprivilegierung scheint genau so gewollt zu sein, damit sich diejenigen, die weniger arm sind, besser fühlen können. Das ist eine Schande!
crazy_swayze 09.05.2015
5.
Urlaub ist auch ein Luxusgut. Meine Großeltern haben auch nie Urlaub gemacht. Reisen ist ein Privileg dass man sich erst leisten können muss. Mit Kindern wird dies noch schwieriger zu bewerkstelligen.
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