Aufschwung: IWF sagt deutsches Dauerwachstum voraus

Das robuste deutsche Wachstum wird auch im Rest des Jahres und 2011 andauern - das prognostiziert der Weltwährungsfonds nach SPIEGEL-Informationen in seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft. Deutschland gehört demnach zur Spitzengruppe der großen Industrieländer.

Arbeiter im Kaltwalzwerk Beeckerwerth: Wachstum dank Konsum und Exporterfolgen Zur Großansicht
dpa

Arbeiter im Kaltwalzwerk Beeckerwerth: Wachstum dank Konsum und Exporterfolgen

Hamburg - 2010 wird die deutsche Wirtschaft laut IWF um 3,3 Prozent zulegen, 2011 soll das Wachstum bei zwei Prozent liegen - höher als in vielen anderen Industriestaaten. Im Juli hatten die IWF-Experten für 2010 noch ein Plus von nur 1,4 Prozent vorausgesagt. Ursache für die erfreuliche Entwicklung ist neben dem Exporterfolg deutscher Unternehmen auch die anziehende Binnennachfrage.

Die IWF-Fachleute stellen in dem als "streng vertraulich" eingestuften Weltwirtschaftsausblick fest, dass auch die Investitionen der Unternehmen und der Konsum der Bevölkerung zur Konjunkturerholung in Deutschland beitragen.

Der Bericht wird offiziell Anfang Oktober veröffentlicht.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beklagt unterdessen einen zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland. "Inzwischen fehlen der Wirtschaft rund 400.000 Ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Landauer "Rheinpfalz am Sonntag". Der volkswirtschaftliche Schaden sei immens. Deutschland verzichte dadurch jährlich auf rund 25 Milliarden Euro Wertschöpfung, was rund ein Prozent Wachstum ausmache.

itz/dapd

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1. Das ist doch
arioffz 25.09.2010
Zitat von sysopDas robuste deutsche Wachstum wird auch im Rest des Jahres und 2011 andauern - das prognostiziert der Weltwährungsfonds nach SPIEGEL-Informationen seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft. Deutschland gehört zur Spitzengruppe der großen Industrieländer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719569,00.html
alles Klasse, wenn es so wäre, aber wovon soll ich nächstes Jahr die Miete zahlen, wenn nicht endlich eine kräftige Lohnerhöhung kommt.
2. Schön
rad666 25.09.2010
vielleicht werden wir endlich wieder Exportweltmeister, dieser Titel muß es uns schon wert sein, dass der Binnenmarkt am Boden liegt und die Hartzer in den Suizid getrieben werden. Außer Zetteln mit "I owe you" bekommen wir eh bald nichts mehr wenn die Staaten in die wir exportieren der Reihe nach Pleite gehen...
3. störend
Eutighofer 25.09.2010
Zitat von sysopDas robuste deutsche Wachstum wird auch im Rest des Jahres und 2011 andauern - das prognostiziert der Weltwährungsfonds nach SPIEGEL-Informationen seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft. Deutschland gehört zur Spitzengruppe der großen Industrieländer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719569,00.html
Und trotzdem: Laut Umfragen erwartet die Mehrheit der Deutschen , dass es ihr in Zukunft schlechter geht als heute. Das war 1980 nicht anders: Auch da erwartete die Mehrheit vor allem Verschlechterungen in der Zukunft, siehe den Bericht im SPIEGEL von 1980 Zitat von 1980:"Noch nie stellte sich die Zukunft der jungen Generation so dunkel dar: Nur noch eine Minderheit von 22 Prozent der Bundesbürger glaubt, daß die heutige Jugend besser leben wird." Geht es uns heute aber schlechter als 1980 ? http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14320796.html
4. Dümmer geht´s nimmer
sic tacuisses 25.09.2010
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beklagt unterdessen einen zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland. "Inzwischen fehlen der Wirtschaft rund 400.000 Ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Landauer "Rheinpfalz am Sonntag". Der volkswirtschaftliche Schaden sei immens. Deutschland verzichte dadurch jährlich auf rund 25 Milliarden Euro Wertschöpfung, was rund ein Prozent Wachstum ausmache.
5. Da bin ich ja beruhigt.
titurel 25.09.2010
Zitat von sysopDas robuste deutsche Wachstum wird auch im Rest des Jahres und 2011 andauern - das prognostiziert der Weltwährungsfonds nach SPIEGEL-Informationen seinem neuen Ausblick für die Weltwirtschaft. Deutschland gehört zur Spitzengruppe der großen Industrieländer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719569,00.html
Bis zum nächsten Crash, der dann plötzlich vom Himmel fiel und nicht vorhersehbar war. Und gefährdet werden darf der "anhaltende Aufschwung" nicht von: Lohnerhöhungen, Mindestlöhnen, Erhöhung von Renten und Sozialleistungen. Und nötig, um die Aufschwung zu stabilisieren sind: niedrigere Steuern für die Großindustrie, Abbau des Kündigungsschutzes, mehr Druck auf Arbeitslose, Import hochqualifizierter Migranten, mehr Geld für die Atom- und Rüstungsindustrie, höhere Managergehälter usw. Sowas sagen dann vermutlich auch die üblichen Experten, also Wirtschaftsweise, Analysten, Chefvolkswirte, Banker, Ackermann, Professor Sinn, Hundt und Henkel, ARD und ZDF. Da dann, weiter so.
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