Monatsvergleich Exporteure verzeichnen größtes Minus seit 2015

Dämpfer für den deutschen Außenhandel: Die Exporte waren im Februar zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Vor allem außerhalb der EU schwächelt die Nachfrage.

Neuwagen vor der Verschiffung in Bremerhaven
DPA

Neuwagen vor der Verschiffung in Bremerhaven


Deutschlands Exporte sind im Februar zum zweiten Mal in Folge gefallen. Die Ausfuhren sanken um 3,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. "Das ist das größte Minus seit August 2015", sagte ein Statistiker.

Besser fällt die Bilanz im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Hier gab es einen Anstieg der Exporte von 2,4 Prozent auf 104,7 Milliarden Euro. Dabei legte das Geschäft mit den Euroländern überdurchschnittlich stark um 5,3 Prozent zu, das mit der gesamten EU um 3,5 Prozent. Die Exporte in den Rest der Welt - von China bis zu den USA - wuchsen dagegen nur um 0,9 Prozent.

Die Importe fielen im Februar um 1,3 Prozent zum Vormonat und damit bereits den zweiten Monat in Folge. Es war zugleich der kräftigste Rückgang seit Juni 2017. Der um saisonale Schwankungen bereinigte Exportüberschuss fiel mit 18,9 Milliarden Euro so niedrig aus wie seit über einem Jahr nicht mehr.

Insgesamt profitiert die Exportnation Deutschland zwar von der Erholung der Weltwirtschaft. Zunehmend Sorgen bereiten allerdings protektionistische Töne von US-Präsident Donald Trump. Für Unruhe sorgt vor allem der aktuelle Handelskonflikt zwischen den USA und China. Eine Eskalation könnte die globale Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen und negative Folgen für die deutsche Wirtschaft haben.

dab/Reuters/dpa

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echoanswer 09.04.2018
1. Wieso ...
vergleicht man unterschiedliche Quartale?
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