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Bahn-Streik: Ex-IG-Metall-Chef Steinkühler verteidigt GDL-Tarifstreit

Stillstand: Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL in Leipzig Zur Großansicht
DPA

Stillstand: Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL in Leipzig

Der Ex-Vorsitzende der mächtigen IG Metall, Franz Steinkühler, zeigt sich solidarisch mit der Lokführergewerkschaft GDL. Trotzdem lehnt er Spartengewerkschaften ab, erklärte er dem SPIEGEL.

Franz Steinkühler, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall, befürwortet das Vorgehen der Lokführergewerkschaft GDL im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn. Er würde das Streikrecht "mit allem, was dafür zur Verfügung steht, verteidigen - auch wenn es unangenehme Folgen hat", so Steinkühler gegenüber dem SPIEGEL. Das von der Regierung geplante Tarifeinheitsgesetz lehnt er ab.

"Wenn der Gesetzgeber erst einmal ins Tarifrecht eingreift, hört er nicht mehr auf." Steinkühler selbst führte in seiner aktiven Zeit einige der härtesten Tarifauseinandersetzungen in der Geschichte der Bundesrepublik mit an, etwa den Kampf um die 35-Stunden-Woche. "Ich bin für die Einheitsgewerkschaft und gegen Spartengewerkschaften, weil sie uns rechtlich schwächer machen", sagte Steinkühler. "Aber sie sind rechtlich zulässig. Und ihr Recht würde ich mit verteidigen."

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1. Ich verstehe nicht,
lorenzcarla 08.11.2014
warum die GDL keine klaren Zahlen über den Verdienst der Lokführer auf den Tisch legt. Nach meinen Informationen liegt das Netto-Einkommen eines verheirateten, nicht verbeamteten Lokführers mit 55 Jahren bei ungefähr der Hälfte dessen, was ein Lufthansapilot, der auch kein Studium an einer Hochschule abgeschlossen hat, bekommt, der mit 55 Jahren komplett von Arbeit freigestellt wird. Das Lokführergehalt liegt mit voller Stelle (Schicht) etwa bei nur 1.800 € netto. Ändert dies meine Einstellung zum Streik? Antwort: Ja !
2. Inflation
t dog 08.11.2014
Lokführer verdienen heute weniger durch jährlichen Kaufkraftverlust, als noch zu DMark Zeiten. Der Gewinn der Unternehmen ist gewachsen. Auf jeden Fall ein unannehmbares Ungleichgewicht und Streikgrund.
3. Was ist das für Vergleich
f14-tomcat 08.11.2014
Pilot und Lokführer. Dazwischen liegen Welten nicht nur im Verdienst sonder auch bei den Anforderungen. Die liegen bei den Belastungen und Ausbildung weit höher als Lokführer.
4.
thunderstorm305 08.11.2014
Zitat von lorenzcarlawarum die GDL keine klaren Zahlen über den Verdienst der Lokführer auf den Tisch legt. Nach meinen Informationen liegt das Netto-Einkommen eines verheirateten, nicht verbeamteten Lokführers mit 55 Jahren bei ungefähr der Hälfte dessen, was ein Lufthansapilot, der auch kein Studium an einer Hochschule abgeschlossen hat, bekommt, der mit 55 Jahren komplett von Arbeit freigestellt wird. Das Lokführergehalt liegt mit voller Stelle (Schicht) etwa bei nur 1.800 € netto. Ändert dies meine Einstellung zum Streik? Antwort: Ja !
Ich habe schon oft gehört dass der Beruf eines Lokführers mit dem eines Piloten vergleichbar, oder zumindest dem sehr nahe kommen soll. M.E. aber da kann ich nur lachen. Wissen Sie eigentlich welche Anforderungen ein Pilot der Lufthansa in Sachen Mathe, Physik, Elektronik, Aerodynamik, Triebswerkstechnik und Kommunikation mitbringen muss? Ein Lokführer muss das wohl eher nicht. In vielen Städten sind fahrerlose Züge unterwegs weil die Technik in diesen Bereichen den Beruf überflüssig gemacht hat. Die Verantwortung liegt heute vor allem in den Stellwerken, bzw. den Kontrollinstanzen aber sich nicht mehr in dem Maße wie früher beim Lokführer. Der kann höchstens noch zu langsam fahren, oder vergessen auf den "Todmannknopf" zu drücken. So gesehen ändert Ihr Beitrag meine Einstellung zum Streik sicher nicht.
5.
thunderstorm305 08.11.2014
Zitat von t dogLokführer verdienen heute weniger durch jährlichen Kaufkraftverlust, als noch zu DMark Zeiten. Der Gewinn der Unternehmen ist gewachsen. Auf jeden Fall ein unannehmbares Ungleichgewicht und Streikgrund.
Haben Sie einmal die Zuschüsse im Regionalbereich mit eingerechnet? Dann sind die Gewinne aber schnell dahin, denn diese Zuschüsse zahlen zuerst einmal wir als Steuerzahler. Wir alle sind auch durch die negative Progression betroffen. Deshalb fordern wir aber noch lange keine 15% mehr Lohn. Wenn wir das tun würden, wären wir alle sehr schnell arbeitslos.
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