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Lokführer drohen mit Extremstreik: "Diesmal wird es richtig lange"

Der bestreikte Münchner Bahnhof (Archivbild): "Diesmal richtig lange" Zur Großansicht
AP/dpa

Der bestreikte Münchner Bahnhof (Archivbild): "Diesmal richtig lange"

Der Streit zwischen Bahn und GDL geht in die nächste Runde. Nun droht die Lokführergewerkschaft erneut mit Streik - "diesmal richtig lange".

Die Lokführergewerkschaft GDL hat im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn ein neues Angebot zurückgewiesen und droht mit weiteren Streiks. "Diesmal wird es richtig lange", heißt in einer Erklärung. Die von der Bahn gebotenen Entgelterhöhungen seien zu wenig. Außerdem gebe es etwa bei den Themen Arbeitszeit oder Überstunden keine Angebote. Die Verhandlungstaktik der Bahn nehme "skurrile Züge" an.

Die bei der GDL organisierten Lokführer hatten im April im laufenden Tarifkonflikt zum siebten Mal gestreikt. Der Personenverkehr war zwei Tage und der Güterverkehr drei Tage betroffen. Millionen Reisende kamen nicht oder mit massiven Verspätungen ans Ziel. Nach dem erfolglosen Spitzengespräch am Mittwoch legte die Bahn ein neues Angebot vor, das nach Konzernangaben annähernd so hoch wie der Abschluss im Öffentlichen Dienst ist. Es sieht eine stufenweise Lohnsteigerung ab Juli um 4,7 Prozent und einen Einmalbetrag von 1000 Euro vor. Auf letztere werde allerdings die Vorschusszahlung von 750 Euro vom Februar angerechnet.

Die Bezahlung ist aber nicht Kern des Konfliktes: Die GDL will nicht nur für Lokführer, sondern auch für Zugbegleiter und Rangierführer eigene Verträge abschließen. Dies strebt auch die größere, konkurrierende Gewerkschaft EVG an. Die Bahn wiederum will unterschiedliche Abschlüsse für dieselbe Berufsgruppe vermeiden.

Parallel legte die Bahn daher der EVG ein ähnliches Angebot vor. Die EVG-Tarifkommission will es am 11. Mai endgültig bewerten. Streiks schloss die Gewerkschaft nicht aus. Ziel bleibe aber ein Abschluss mit der Bahn bis Juni.

kbl/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 626 Beiträge
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1. Kann die Bahn ...
Thorkh@n 30.04.2015
... nicht ersatzweise arbeitslose griechische Lokführer einsetzen, wenn die hiesigen sich lieber Sonderurlaub genehmigen? Was für ein Possenspiel auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung!
2. nu ist aber Schluß....
lupo44 30.04.2015
mit den ganzen Streik;s.Wer soll denn das alles bezahlen. Der persönliche Ärger und Stress ist nicht mehr hin nehmbar. Streik ist ein demokratisches Mittel um berechtigte Forderungen durch zu setzen. Aber kein Mittel eine ganze Nation wirtschaftlich zu erpressen.
3.
dasmerkel 30.04.2015
Wie bin ich froh das ich nicht mehr auf die Bahn angewiesen bin! Mein Mitleid mit der Kundschaft der Bahn.
4. Weniger ist mehr?
gesellschaftswandel 30.04.2015
Das neue "verbesserte Angebot" ist lächerlich. Das Angebot aus November 2014 war höher als das jetzige Angebot. Effektiv hat man beim neuen Angebot weniger als beim vorherigen Angebot. Hofft die DB-Spitze darauf, das ihre Mitarbeiter nicht rechnen können? 4,7 % auf 2,5 Jahre macht unter 2 % Lohnsteigerung im Jahr. Über Steuer und Progression mal ganz zu schweigen.
5.
mero 30.04.2015
irgendwann muss diesen offensichtlich fehlgeleiteten Lokführern mal jemand die Grenzen aufteigen. Das nimmt kriminelle Züge an und dagegen muss vorgegangen werden. Die Streiks haben schon lange nichts mehr mit dem Durchsetzen berechtigter Forderungen zu tun
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