Warnung der Flugsicherung Bald eine Million Drohnen in Deutschland

Bald könnten der Deutschen Flugsicherung zufolge eine Million Drohnen im deutschen Luftraum unterwegs sein. Und damit steigt auch die Gefahr von Unfällen in der Luft.

DR JAMEY JACOB/CLOUD-MAP PROJECT


Im deutschen Luftraum könnten schon in diesem Jahr eine Million Drohnen unterwegs sein. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) schätzt die Zahl der zumeist privat genutzten, unbemannten Fluggeräte im vergangenen Jahr auf rund 400.000 in Deutschland. In diesem Jahr würden voraussichtlich weitere 600.000 dazukommen, sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle.

Damit steige auch die Zahl der Zwischenfälle, bei denen Hobbypiloten Flugzeugen gefährlich nahe kommen. "Vielen ist nicht klar, dass sie mit ihren Drohnen zu einer ernsthaften Gefahr für den bemannten Luftverkehr werden können", sagte Scheurle. Im ersten Halbjahr 2017 zählte die DFS bereits mehr als 40 Behinderungen des Luftverkehrs durch Drohnen - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreshalbjahr.

Um Privatleuten sicheres Drohnenfliegen zu erleichtern, hat die DFS eine kostenlose Drohnen-App für Smartphones entwickelt. Diese zeigt für jeden Standort in Deutschland an, ob Drohnen dort starten und wie hoch sie fliegen dürfen. Auch Flugverbotszonen etwa über Regierungsgebäuden, Krankenhäusern oder Naturschutzgebieten sind vermerkt. Die App setze dieselben Daten und Karten ein, welche die DFS auch für den professionellen Flugverkehr verwende, sagte Scheurle. "Wir möchten die Drohnen nicht verhindern, sondern ihnen einen geordneten Weg in den deutschen Luftraum ebnen."

Lesen Sie hier, wie Sie eine Hobbydrohne richtig steuern.

hej/dpa

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insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
susybntp11-spiegel 26.07.2017
1. Es wird sich....
...erst dann was ändern, wenn die erste Drohne durch eine Flugzeugturbine geschräddert wurde und über vielleicht 200 Tote durch den dadurch verursachten Flugzeugabsturz ein Aufschrei durch dieses Land geht. Hoffentlich bin ich dann nicht mit diesem Flugzeug unterwegs sondern schaue mir gerade Nachrichten oder sonst was an.
Spiegelleserin57 26.07.2017
2. das geht alles so lange gut bis...
der erste Flieger abgestürzt ist. Das ist so nur noch eine Frage der Zeit nicht ob! Solange Privatleute diese Drohnen fliegen und keine Aufsicht existiert ist auch keine Kontrolle möglich und der Gefahr Tür und Tor geöffnet. Es gibt nichts was nicht auch übertrieben wird.
Nigeria Inkasso 26.07.2017
3.
Zählen zu den "1 Millionen Drohnen in Deutschland" eigentlich auch diese Spielzeugteile, die es immer mal wieder bei LIDL oder Aldi für 39,99EUR zu kaufen gibt mit?
sikasuu 26.07.2017
4. zeigt für jeden Standortob Drohnen dort starten wie hoch sie fliegen
Wenn das wirklich genutzt wird, wird sehr schnell klar das es kaum noch oder nur sehr wenige solche Flächen gibt. . Das App basiert (wird an anderer Stelle beschrieben) auf den offiziellen Karten des DFS! . Dazu noch die "Sperren" über Privatgelände, Krankenhäuser Industrieanlagen usw. ... da bleibt nicht mehr viel Platz. . Wenn das APP genutzt würde & sich die Leute daran hielten, ... sehr schön. . Wird aber wohl erst was in die Turbine/Propeller, die Frontscheibe usw. knallen müssen, bis dieses "Unfug" außerhalb der erlaubten Flächen&Räume aufhört! . Spielt so viel ihr wollt, aber gefährdet nicht aus Dummheit andere Menschen!
smartphone 26.07.2017
5. unglaubwürdige Inflationierung
also bisher sprach man von 400000 , seit Bouffier und der DFS Chef talkten, sollens plötzlich 600000 sein ( vor ca 3 Wochen ) ---und jetzt sollens 1000000 sein ? Das Problem ist btw wie auf der Autobahn , es isind immer dieselben "Gaffer"typen . Im übrigen wird heutzutage jeder Modellflieger als Drohne betrachtet . Kontrolle und Aufsicht funktioniert übrigens bei den echten Profifliegern mit Kameracopter seit Jahren und das problemfrei. Denen quasi die Geschäftsbasis zu nehmen ( zb im Wohngebiet kein Fliegen erlaubt etc ) ist hochproblematisch und die gewissen Maßnahmen gehen längst an den wirklichen Problemen vorbei . Beispiel : So fliegen etliche Drohnis für Zeitungen, also kommerziell - ohne Gewerbe / Genehmigungen etc - und diese Zeitungen finden das ok . Wieso geht u.a die Polizei gezielten Hinweisen nicht nach und unterbinder nachhaltig derartige "Hobbyflieger" ?
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