Bank of Cyprus Zypern steigert Zwangsabgabe auf 47,5 Prozent

Zyperns Bankenkrise trifft manche Kunden der Bank of Cyprus härter als erwartet: Die Regierung hat die Zwangsabgabe für Einlagen über 100.000 Euro noch einmal erhöht. Reiche Kunden verlieren jenseits dieser Grenze fast die Hälfte ihres Geldes.

Zyprische Bank in Nikosia: Begrenzter Zahlungsausfall
AFP

Zyprische Bank in Nikosia: Begrenzter Zahlungsausfall


Athen/Nikosia - Vermögende Kunden der Bank of Cyprus verlieren noch einmal zehn Prozent ihrer Einlagen. Nach mehrtägigen Verhandlungen haben die Zentralbank und das Finanzministerium der Inselrepublik mit den Vertretern der Geldgeber vereinbart, insgesamt 47,5 Prozent der Guthaben über 100.000 Euro zur Sanierung der angeschlagenen Bank einzusetzen. Dies gab der stellvertretende Regierungssprecher am Montag bekannt.

Die Kunden haben bereits 37,5 Prozent der Einlagen über 100.000 Euro verloren. Die Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hatten mit Zypern die Beteiligung der privaten Bankkunden an der Rettung der Inselbanken vereinbart.

ssu/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ambulans 29.07.2013
1. und morgen
wird unser schäuble wieder rumschwurbeln (er wollte ja eigentlich fast 100 %) und irgendwas von "richtige maßnahme/richtiger weg" oder etwas ähnliches von sich geben, und mutti's mundwinkel erreichen dabei einen neuen tiefpunkt - tief wie noch nie. egal, das wars, nach dem 22. september kommt die wahrheit auf den tisch, und sie wird uns frei machen ... von merkel & co.
soesternorden 29.07.2013
2. kräftig in die Tasche gefasst. .
Ich hoffe sehr für die Geldgeber das dann wirklich die Rettung erreicht wird. Ansonsten wird wohl erneut zugegriffen werden müssen.
Tamarind 29.07.2013
3.
Zitat von sysopAFPZyperns Bankenkrise trifft manche Kunden der Bank of Cyprus härter als erwartet: Die Regierung hat die Zwangsabgabe für Einlagen über 100.000 noch einmal erhöht. Reiche Kunden verlieren jenseits dieser Grenze fast die Hälfte ihres Geldes. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bank-of-cyprus-zwangsabgabe-auf-47-5-prozent-erhoeht-a-913773.html
Reiche verlieren kein Geld. Dafür ist gesorgt. Mit 100.000 ist niemand reich. Selbst mit ein paar Millionen ist niemand reich. Die Reichen, welche Milliarden besitzen, werden und wurden gerettet. Andere sind nicht [system]relevant.
roflem 29.07.2013
4. Hauptsache
das "Modell" kommt nicht in Mode und wird uns als alternativlos präsentiert, wenn der Grosse Knall kommt.
Bruno Froehlich 30.07.2013
5. Das ist Enteignung
Bei Gtriechenland war Schaeuble fuer Rettungsschirm zur Bankenrettung, beim kleinen Zypern ist er fuer Enteignung der Bankkunden, ob Sparer oder solche mit viel Geld, das ist ihm einerlei. Ihm traue ich zu, muss Deutschland die eingegangenen Verpflichtungen fuer einen oder gar mehrere Schirme mit Milliarden erfuellen, er wuerde keinen Moment davor zurueckschrecken Deutsche Sparer zur kasse zu bitten. Suedlaender mit aller Haerte zu tode sparen, dem eigenen Volk viel Versprechen, geschoente Zahlen praesentieren dank reichlich Steuerfluss, denn das Wort sparen kennt die Regierung nicht. Kaum jemand wagt diese Wahrheit zu sagen ! Der brave Buerger wundert sich, warum er bei soviel Geld ueber Schlagloecher rattert ... Gruesse aus Spanien wo Politiker noch nie als ehrliche Buerger galten
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.