Frankfurt am Main - Der Bankenrettungsfonds Soffin hat bis Ende September des laufenden Jahres 900 Millionen Euro Verlust verbucht. Seit seiner Gründung Ende Oktober 2008, kurz nach der Lehman-Pleite, häufte der aus Steuermitteln finanzierte Fonds 23 Milliarden Euro Verlust an, wie die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) am Freitag in Frankfurt mitteilte.
"Wie viel davon in der Endabrechnung bleibt, ist offen. Wir arbeiten mit allen Kräften daran, den aufgelaufenen Fehlbetrag zu verringern", versicherte Soffin-Chef Christopher Pleister.
Den Verlust bis Ende September begründete die FMSA mit Wertabschreibungen und Refinanzierungskosten. Falsch seien Meldungen über einen erneuten Verlust des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) aufgrund hoher Abschreibungen auf die Kapitalhilfe für die inzwischen zerschlagene Düsseldorfer WestLB. Die "Bild"-Zeitung hatte von einem geschätzten Verlust des Soffin in diesem Jahr von fast drei Milliarden Euro berichtet. Vor allem neue Abschreibungen bei der Bad Bank der WestLB hätten zu dem Milliardendefizit geführt.
yes/dpa-AFX
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