Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Einfluss für Notenbanken: Wirtschaftsweiser Bofinger fordert Ende des Bargelds

Münzen und Scheine sind überholt und schmälern nur den Einfluss von Notenbanken. Diese Position vertritt der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Die Bundesregierung solle sich für die Abschaffung von Bargeld einsetzen, fordert er im SPIEGEL.

Ökonom Peter Bofinger: "Münzen und Geldscheine sind ein Anachronismus" Zur Großansicht
imago

Ökonom Peter Bofinger: "Münzen und Geldscheine sind ein Anachronismus"

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger macht sich stark für die Abschaffung des Bargelds. "Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus", sagte Bofinger dem SPIEGEL.

Fallen diese weg, könnten die Märkte für Schwarzarbeit und Drogen ausgetrocknet werden. Zudem hätten es die Notenbanken einfacher, ihre Geldpolitik durchzusetzen. Der in Würzburg lehrende Volkswirtschaftsprofessor forderte die Bundesregierung auf, auf internationaler Ebene für die Abschaffung des Bargelds zu werben. "Das wäre jedenfalls ein gutes Thema für die Agenda des G-7-Gipfels in Elmau", sagte er. (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

Auch der ehemalige US-Finanzminister und Ökonom Larry Summers plädierte bereits für ein Ende des Bargelds. Ebenso der US-Ökonom Kenneth Rogoff. Er argumentierte ebenfalls damit, dass die Leitzinsen von Notenbanken weniger Durchschlagskraft haben, wenn Banken oder Verbraucher statt Guthaben Bargeld horten.

Kritiker warnen allerdings, solche Debatten würden nur von den eigentlichen Problemen der aktuellen Geldpolitik ablenken.

Logo SPIEGEL

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Den digitalen SPIEGEL finden Sie in den Apps für iPhone/iPad, Android, Windows 8, Windows Phone und als Web-App im Browser.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie im kostenlosen SPIEGEL-Newsletter.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 527 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Vorboten der New World Order
ANTITHESIS 16.05.2015
Es wird Zeit, dass die Leute verstehen das diese Forderungen eine totale Abhängigkeit der Normalbevölkerung von der Hochfinanz schaffen werden. Vor der Weisheit des Herrn Bofinger kann man nur den Kopf schütteln. Notenbanken gehoeren Privatinvestoren und nicht dem Staat.
2.
vox veritas 16.05.2015
"Herr Bofinger fordert ...." Die Bevölkerung fordert die Absetzung von Herrn Bofinger als Wirtschafts"weisen". E-Geld dient dich letztendlich nur der Überwachung der Bevölkerung.
3. achso...na klar...
kevinschmied704 16.05.2015
wenn das durch kommt, wird es mit Sicherheit dazu missbraucht uns besser zu überwachen! das dürfen wir nicht zulassen! dieser mensch ist sehr gefährlich mit seiner Idee!
4. Soviel Kontrolle muß sein
sir wilfried 16.05.2015
die meisten Bürger ohnehin nicht mit Geld umgehen können, sollte der Staat ihnen dies nun gänzlich abnehmen. Schluss mit den unkontrollierbaren Bargeldzahlungen! In diesem Zuge sind logischerweise auch sämtliche Edelmetallvorräte gegen Kontogutschrift abzuliefern.
5. Wurde auch Zeit...
Bartimaus 16.05.2015
... denn dann ist die Überwachungsmaschinerie komplett! Jeder Einkauf, jede Freiheit, jedes Buch, jede Reise, alles nachvollziehbar und gespeichert. Die Kreditkarte ist ja ach so praktisch. Wann stehen wir endlich auf und fordern unsere Menschenrechte zurück??
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: