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Debatte um Bargeld: Schweiz will 1000-Franken-Schein behalten

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REUTERS

1000-Franken-Banknoten:

Die Europäische Zentralbank will den 500-Euro-Schein wohl gern abschaffen und dadurch Kriminalität bekämpfen. Die Schweiz hält dennoch an der noch wertvolleren 1000-Franken-Banknote fest.

Bereits in wenigen Monaten könnte die Europäische Zentralbank (EZB) das Ende des 500-Euro-Scheins beschließen - zumindest deutet vieles auf eine entsprechende Mehrheit im EZB-Rat hin. In der Schweiz denkt man hingegen bislang nicht an die Abschaffung der wertvollsten Banknote. Es gebe keine Pläne, den 1000-Franken-Schein abzuschaffen, teilte ein Sprecher der Schweizer Notenbank mit.

Die EZB tendiert zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins, weil sich dieser bei Kriminellen großer Beliebtheit erfreut. Sowohl bei der Geldwäsche, aber auch bei Korruption und Terrorfinanzierung lassen sich mit den wertvollen Geldscheinen auch hohe Summen recht unauffällig transportieren. Die Schweizer Notenbank sieht laut Sprecher jedoch keinen Zusammenhang zwischen der Größe einer Banknote und den Anstrengungen zur Bekämpfung von Kriminalität.

Der violette 1000-Franken-Schein, die nur wenige Schweizer im Alltag zu Gesicht bekommen, ist noch deutlich mehr wert als der 500-Euro-Schein und zählt zu den größten Banknoten weltweit. Im Dollar-Raum reicht die Skala hingegen nur bis zur 100-Dollar-Note.

fdi/Reuters

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