Beatrice Weder di Mauro: Wirtschaftsweise wechselt zu Schweizer Großbank

Sie war die erste Frau im Sachverständigenrat, der die Bundesregierung ökonomisch berät - nun hört Beatrice Weder di Mauro als Wirtschaftsweise auf. Als Grund nennt die 46-Jährige einen möglichen Interessenkonflikt, denn sie tritt einen Job bei der Schweizer Großbank UBS an.

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Beatrice Weder di Mauro: Die Ökonomin wechselt zur UBS

Mainz/Zürich - Deutschland verliert die einzige weibliche Wirtschaftsweise. Die Professorin Beatrice Weder di Mauro wird ihren Posten im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung räumen. Die Volkswirtin ist für einen Platz im Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS nominiert. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, habe sie der Bundesregierung mitgeteilt, für die in wenigen Wochen anstehende neuerliche Berufung in den Sachverständigenrat nicht mehr zur Verfügung zu stehen, teilte Weder di Mauros Lehrstuhl an der Mainzer Universität am Freitag mit.

"Es war mir immer wichtig, auch nur den Anschein eines Konflikts mit meiner Aufgabe im Sachverständigenrat zu vermeiden. Deshalb ziehe ich mich aus dem Rat zurück", erklärte die 46-Jährige. Sie ist seit 2004 Mitglied des Rates der Wirtschaftsweisen. "Ich habe rund acht Jahre lang mit großer Freude meine Tätigkeit im Sachverständigenrat ausgeübt", sagte Weder die Mauro. Sie wolle sich künftig Aufgaben widmen, die im Schnittbereich von Wissenschaft und Praxis liegen sowie einen direkten Bezug zur Wirtschaft haben.

Offenbar wurden die anderen Mitglieder des Sachverständigenrats von der Entscheidung ihrer Kollegin überrascht. "Sie hat mich am Donnerstagabend darüber informiert, dass sie für eine Wiederberufung nicht zur Verfügung stehen kann", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Wolfgang Franz, der Online-Ausgabe des "Handelsblatts". Er bedauere ihr Ausscheiden. "Das ist ein Schlag ins Kontor." Er könne Weder di Mauros Entscheidung aber verstehen, sagte Franz. "Solch ein Angebot bekommt man nicht alle Tage."

Weder di Mauro wurde bereits als Schweizer Notenbankchefin gehandelt

Die Ökonomin hat sowohl einen italienischen als auch einen Schweizer Pass. Sie ist seit 2001 Professorin für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und Internationale Makroökonomie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Neben ihrem Posten als Wirtschaftsweise ist sie auch Mitglied im europäischen Beratungsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Weder di Mauro wurde nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand auch schon als mögliche Kandidatin für das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank gehandelt. Mit der Wahl in den UBS-Verwaltungsrat ist das kaum mehr möglich. Die UBS Chart zeigen kündigte an, dass Weder di Mauro bei der Generalversammlung des Instituts im Mai in das Kontrollgremium der Bank gewählt werden soll. Dann soll auch der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber als oberster Kontrolleur an die Spitze des UBS-Verwaltungsrates gewählt werden. Die Bank war durch einen Handelsskandal in die Schlagzeilen geraten.

Neben Weder di Mauro ist die Rechtsprofessorin und Anwältin Isabelle Romy für den Verwaltungsrat nominiert worden. Sie ist Partnerin der Zürcher Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey. Einzige Frau in dem Gremium ist bislang die frühere Finanzchefin des Rückversicherers Swiss-Re Chart zeigen, Ann Godbehere.

mmq/dpa

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1. echter Verlust
n+1 03.02.2012
Zitat von sysopSie war die erste Frau im Sachverständigenrat, der die Bundesregierung ökonomisch berät - nun hört Beatrice Weder di Mauro als Wirtschaftsweise auf. Als Grund nennt die 46-Jährige einen möglichen Interessenkonflikt, denn sie tritt einen Job bei der Schweizer Großbank UBS an. Beatrice Weder di Mauro: Wirtschaftsweise wechselt zu Schweizer Großbank - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813095,00.html)
Ein echter Verlust. Schade, dass der Politclown Peter Bofinger nicht weggeht. Aber dieser Nichtskönner bekommt von niemandem ein Angebot. Bofinger hat bis heute nicht begriffen, dass wir nicht mehr in den 30-er Jahren leben als Keynes seine Thesen formulierte. Damals wurde die Güter des privaten Konsums zu 90% inländisch produziert. Heute gibt es (fast) nichts mehr, weder Kleider noch Schuhe, weder Haushaltsgeräte noch Unterhaltungselektronik, weder Computer noch Telefone, die noch hier hergestellt werden und deren verstärkte Nachfrage inländische Arbeitsplätze stützen könnte.
2.
Deepthought42.0815 03.02.2012
Tragisch, schon wieder ein Pseudo-Weiser" weniger. Ob uns ihre "Weisheiten" fehlen werden - ich bin mri sicher das nicht - wir haben ja noch die anderen Dummschwätzer! :-)
3.
nic 03.02.2012
ich lach mich tot. Und da fragt man sich warum die Wirtschaftsweisen Wasser predigen und Wein trinken: sie wollen ihrem zukünftigen Arbeitgeber den Weg ebnen. Korruption wo auch immer man hinschaut: Böse Böse.
4.
Waldesmeister 03.02.2012
Zitat von n+1Ein echter Verlust. Schade, dass der Politclown Peter Bofinger nicht weggeht. Aber dieser Nichtskönner bekommt von niemandem ein Angebot. Bofinger hat bis heute nicht begriffen, dass wir nicht mehr in den 30-er Jahren leben als Keynes seine Thesen formulierte. Damals wurde die Güter des privaten Konsums zu 90% inländisch produziert. Heute gibt es (fast) nichts mehr, weder Kleider noch Schuhe, weder Haushaltsgeräte noch Unterhaltungselektronik, weder Computer noch Telefone, die noch hier hergestellt werden und deren verstärkte Nachfrage inländische Arbeitsplätze stützen könnte.
Und Sie haben dafür nicht im geringsten begriffen, was das Wort "Außenwirtschaftliches Gleichgewicht" bedeutet, warum es wichtig ist und warum sogar im Grundgesetz steht, dass ein solches Gleichgewicht auf mittlere Sicht unbedingt einzuhalten ist.
5. Der Duft des Geldes
RaMaDa 03.02.2012
Zitat von sysopSie war die erste Frau im Sachverständigenrat, der die Bundesregierung ökonomisch berät - nun hört Beatrice Weder di Mauro als Wirtschaftsweise auf. Als Grund nennt die 46-Jährige einen möglichen Interessenkonflikt, denn sie tritt einen Job bei der Schweizer Großbank UBS an. Beatrice Weder di Mauro: Wirtschaftsweise wechselt zu Schweizer Großbank - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813095,00.html)
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