Bei Krediten: EZB akzeptiert griechische Anleihen wieder als Sicherheit

Gute Nachricht für griechische Banken: Die Europäische Zentralbank erkennt griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit für Kredite an. Das hilft besonders den heimischen Geldinstituten, sie halten besonders viele Anleihen des Krisenstaates.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank akzeptiert griechische Anleihen wieder als Sicherheit für Kredite. Wie die Notenbank mitteilte, beschloss der EZB-Rat am Donnerstag, ein im Juli 2011 von den Euro-Staats- und Regierungschefs verabschiedetes Programm zu starten.

Damit können griechische Bonds über den Rettungsschirm EFSF in Papiere mit zusätzlichen Sicherheiten umgetauscht werden. Der EFSF garantiert für die Anleihen mit eigenen Wertpapieren über bis zu 35 Milliarden Euro.

Das dürfte vor allem für griechische Banken eine gute Nachricht sein, die besonders viele Griechenland-Bonds halten. Üblicherweise können diese bei der EZB als Pfand für Kredite hinterlegt werden. Doch nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Standard & Poor's auf einen teilweisen Zahlungsausfall Ende Februar hatte die Notenbank beschlossen, griechische Staatsanleihen sowie von Griechenland garantierte Wertpapiere vorübergehend nicht mehr als Sicherheiten für Kreditgeschäfte zu akzeptieren.

cte/dpa

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