Offizielle Schätzung Beiträge zu Krankenkassen steigen auf 15,7 Prozent

Jetzt ist es offiziell: Die gesetzliche Krankenversicherung wird im kommenden Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 0,2 Prozent teurer. Die Erhöhung der Beiträge trifft allein die Arbeitnehmer.

Chipkarten verschiedener Krankenkassen: Höhere Beiträge
DPA

Chipkarten verschiedener Krankenkassen: Höhere Beiträge


Der durchschnittliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Zu dieser Prognose kommt der sogenannte Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters berichten.

Dabei handelt es sich um eine Empfehlung für das Bundesgesundheitsministerium, das in den kommenden Wochen die endgültige Zahl festlegt.

Die Erhöhung war in dieser Größenordnung erwartet worden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Insider berichtet, der durchschnittliche Beitragssatz würde auf 15,8 Prozent steigen.

Der Anstieg wird über den sogenannten Zusatzbeitrag erbracht, den die Arbeitnehmer allein schultern müssen. Denn mit der Reform der Krankenkassenfinanzierung zu Beginn des Jahres wurde der Beitrag der Arbeitgeber auf 7,3 Prozent gedeckelt. Gleichzeitig wurde zwar auch der Beitrag der Arbeitnehmer auf 7,3 Prozent gesenkt - allerdings nur in der Theorie. Denn wenn die Kassen mehr Geld benötigen, müssen sie je nach eigener Finanzlage einen zusätzlichen Beitrag selbst bestimmen.

Bereits im Juni hatte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitgeteilt, dass der Zusatzbeitrag 2016 bei 1,1 bis 1,2 Prozentpunkten liegen würde. Ursachen für die Erhöhung sind laut Bundesgesundheitsministerium steigende Kosten, die etwa durch die älter werdende Gesellschaft und den medizinischen Fortschritt entstehen.

bos/dpa/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.