Berlin - Der Bau des neuen Berliner Großflughafens ist von Pannen geprägt. Nun soll die Geschäftsführung um einen Finanzvorstand erweitert werden. Die Gesellschafter des Flughafens hätten sich darauf geeinigt, sagte Rainer Bomba (CSU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der "Berliner Morgenpost". Damit habe die Bundesregierung die Forderung der beiden Regierungskoalitionen CDU und FDP umgesetzt.
Der neue Finanzvorstand soll laut Bomba auf der nächsten Aufsichtsratssitzung im Oktober offiziell beschlossen, der Posten dann ausgeschrieben werden. "Wir brauchen den Besten", sagte Bomba der Zeitung.
Mit der Ernennung eines Finanzvorstands wird Flughafenchef Rainer Schwarz die Zuständigkeit für Finanzen entzogen. Die beiden Länder Berlin und Brandenburg als Gesellschafter des Flughafens waren laut "Morgenpost" dagegen, die Finanzen abzukoppeln. Der Bund habe die Übernahme von Mehrkosten aber an personelle Konsequenzen geknüpft. Der Bund muss gut 300 Millionen Euro der jüngst errechneten Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro tragen.
In der vergangenen Woche war bereits Gesamtprojektleiter Joachim Korkhaus abgesetzt worden. Die Eröffnung des neuen Großflughafens musste bereits zum dritten Mal verschoben werden, neuer Eröffnungstermin soll nun der 27. Oktober 2013 sein. Ursprünglich sollte der BER im Oktober 2011 eröffnet werden. Die größten Probleme auf der Baustelle bereiten weiterhin der Brandschutz und die Sanierung von Kabeltrassen.
cte/AFP
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