Wirtschaft


Scheinabrechnungen: Betrüger-Ring kassierte Millionen mit Pflegedienst

Kassieren, ohne zu helfen - mit dieser Masche soll ein Bremer Pflegedienstunternehmen die deutschen Krankenkassen um mehrere Millionen Euro erleichtert haben. Laut einem Zeitungsbericht sind auch Ärzte sind in den Skandal verwickelt.

Pflege: Auch eine Gelegenheit für kriminelle GeschäfteZur Großansicht
DPA

Pflege: Auch eine Gelegenheit für kriminelle Geschäfte

Hamburg - Millionenbetrug mit ambulanten Pflegediensten: Laut "Bild am Sonntag" ist Krankenkassen-Ermittlern gelungen, einen Ring von Betrügern zu entlarven, der für einen Millionenschaden im Gesundheitssystem verantwortlich ist und in mehreren deutschen Städten operierte.

Die Gruppe um einen aus Düsseldorf stammenden Unternehmer soll bis zu fünf Pflegedienste in Dortmund, Düsseldorf, Bremen und Teltow bei Berlin betrieben haben und teilweise noch betreiben. Insgesamt gehen Ermittler von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich aus.

Die Betrüger gründeten offenbar ambulante Pflegedienste, die sich um angeblich pflegebedürftige Patienten kümmerten. Mit ihnen rechneten die Dienste zum Schein Patientenbesuche und Medikamente bei den Krankenkassen ab, obwohl die Patienten teilweise nicht hilfsbedürftig waren. Die abgerechneten Leistungen wurden oftmals nicht erbracht, das von den Krankenkassen gezahlte Geld dann über ein Geflecht von Unternehmen im Ausland gewaschen. Ermittler sollen bundesweit ähnliche Betrügerbanden im Visier haben.

Die angeblich pflegebedürftigen Patienten im jetzt aufgedeckten Fall stammen zumeist aus Russland, auch der Kopf der Bande soll dort herkommen. Die Patienten wurden unter anderem mit Geld dazu verlockt, sich häusliche Krankenpflege und Medikamente verordnen zu lassen. Auch die Ärzte, die die entsprechenden Rezepte ausstellten, sollen am Betrug beteiligt gewesen sein. Ein Ermittler der Krankenkassen sagte dem Zeitungsbericht zufolge: "Die Ärzte werden mit finanziellen Anreizen gelockt. Wenn das nicht klappt, wird auch mit Gewalt gedroht."

Der Frankfurter Wirtschaftsermittler und frühere Kriminaloberrat Klaus-Dieter Matschke sprach gegenüber "Bild am Sonntag" von "quasi-mafiösen Strukturen". Zeugen und Ärzte würden bestochen oder eingeschüchtert, "so behaupteten zum Beispiel die Patienten, wenn sie befragt werden, dass sie tatsächlich gepflegt wurden".

Offenbar flog der jetzt entdeckte Schwindel auf, weil eine ambulante Krankenpflegerin in Bremen bei der AOK 15 Patientenbesuche innerhalb von vier Stunden abrechnete. Dazu hätte sie in dieser Zeit 219 Kilometer zurücklegen müssen.

ric

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insgesamt 30 Beiträge
theodorheuss 09.12.2012
Da ist gute Kasse zu machen. Auch im legalen Betrieb. Wenig Pflege da überarbeitete Pfleger die sich abhetzen für peanuts, auf engstem Raum zusammengeferchte Alte und Kranke. Und im Gegenzug die fetten Seniorenheimtarife. [...]
Zitat von sysopKassieren ohne zu helfen - mit dieser Masche soll ein Bremer Pflegedienstunternehmen die deutschen Krankenkassen um mehrere Millionen Euro erleichtert haben. Laut einem Zeitungsbericht sind auch Ärzte sind in den Skandal verwickelt. Betrügerring hat mit falschem Pflegedient Millionen erschwindelt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/betruegerring-hat-mit-falschem-pflegedient-millionen-erschwindelt-a-871801.html)
Da ist gute Kasse zu machen. Auch im legalen Betrieb. Wenig Pflege da überarbeitete Pfleger die sich abhetzen für peanuts, auf engstem Raum zusammengeferchte Alte und Kranke. Und im Gegenzug die fetten Seniorenheimtarife. Unter 3.000,- Euro geht da gar nichts. Ist alles erst der Anfang. Warten wir noch 10-15 Jahre wenn die "rüstigen Senioren" ( wie jüngst berichtet ) nicht mehr ganz so rüstig sind und die geburtenstarken Jahrgänge der 60 ziger Jahre in Rente gehen. Dann wirds erst so richtig lustig in unserer Bunten Rebublik. Allein 1964 wurde 1.3 Mio. Menschen geboren ( zum Vergleich, letztes Jahr bummelig 650.000 ). Wer soll dieses gewaltige Heer an Alten medizinisch versorgen, die Renten bezahlen, die teuren OPs für neue Hüftgelenke, die teuren Rehas, Medikamente etc. etc. Wird wohl bald mehr Sanitätshäuser mit Rollatoren und Erwachsenenwindeln im Lande geben als Kinderbekleidungsgeschäfte.
wortfeil25 09.12.2012
Es fehlt die Kontrolle über die "Gesundheitsmafia". Die Sozialwahlen sind eine Farce! Wir die Bezahler, die Bürger können nur die Gruppen wählen, die uns vorgesetzt werden. Diese Gruppen, die dann über [...]
Zitat von sysopKassieren ohne zu helfen - mit dieser Masche soll ein Bremer Pflegedienstunternehmen die deutschen Krankenkassen um mehrere Millionen Euro erleichtert haben. Laut einem Zeitungsbericht sind auch Ärzte sind in den Skandal verwickelt. Betrügerring hat mit falschem Pflegedient Millionen erschwindelt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/betruegerring-hat-mit-falschem-pflegedient-millionen-erschwindelt-a-871801.html)
Es fehlt die Kontrolle über die "Gesundheitsmafia". Die Sozialwahlen sind eine Farce! Wir die Bezahler, die Bürger können nur die Gruppen wählen, die uns vorgesetzt werden. Diese Gruppen, die dann über unsere Gelder(verteilung) reden - sind alle die, die von diesem System leben. Dabei geht es nur darum, dass diese Gruppen sich wie die Geier um das Aas versammeln und versuchen ein entsprechend, grosses Stück davon zu bekommen - so ist das System. Dass es den Geiern nie reicht ist klar - also wird sich die Meute immer darauf einigen irgend etwas zu tun um mehr Geld in das System zu bringen - sei es Beitragserhöhung, Zuzahlung, Praxisgebühr, neue z.T. unnütze Vorsorgen, etc. etc. Es muss ein Kontrollgremium installiert werden, das zur Mehrzahl aus der Gruppe der Beitragszahler und Patienten besteht. Wir bezahlen die Zeche - wir wollen bestimmen , was mit unserem Geld zu unserem Wohl geschieht. Heute wird nur unser Geld kassiert und wir selbst sind eigentlich entmündigt - wir haben keine Mitbestimmung - ausser der Alibi-Farce "Sozialwahlen".
idealist100 09.12.2012
Das ganze Gesundheitssystem fördert Mafiastrukturen. Von den Pflegediensten über Altenheime, Pharmaindustrie, Ärzten und Krankenhäuser. Wo hunderte von Milliarden zu holen sind und dies auch noch Privat vergeben wird ist dies [...]
Zitat von sysopKassieren ohne zu helfen - mit dieser Masche soll ein Bremer Pflegedienstunternehmen die deutschen Krankenkassen um mehrere Millionen Euro erleichtert haben. Laut einem Zeitungsbericht sind auch Ärzte sind in den Skandal verwickelt. Betrügerring hat mit falschem Pflegedient Millionen erschwindelt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/betruegerring-hat-mit-falschem-pflegedient-millionen-erschwindelt-a-871801.html)
Das ganze Gesundheitssystem fördert Mafiastrukturen. Von den Pflegediensten über Altenheime, Pharmaindustrie, Ärzten und Krankenhäuser. Wo hunderte von Milliarden zu holen sind und dies auch noch Privat vergeben wird ist dies ein Tummelplatz von Abzockern. Lasst uns dafür der spd (Ullala) und fdp (Bahr) dank sagen das sich ein paar eine goldene Nase verdienen und die Belegschaften ausgebeutet werden.
al2510 09.12.2012
Wenn man pro Krankenpfleger eine Pauschale zahlen würde wäre es besser. Das Abrechnen nach Leistung ist verhängnisvoll. Diesen Betrug kann man nachweisen. Aber wenn man zum Arzt geht und der einen 10 Minuten vollschwatzt und [...]
Wenn man pro Krankenpfleger eine Pauschale zahlen würde wäre es besser. Das Abrechnen nach Leistung ist verhängnisvoll. Diesen Betrug kann man nachweisen. Aber wenn man zum Arzt geht und der einen 10 Minuten vollschwatzt und nichts tut, nach 10 Minuten sagt, mehr bekomme ich nicht bezahlt und wegschickt, dann ist das genau so ein Betrug aber nicht nachzuweisen. Noch viel schlimmer wäre eine falsche und überflüssige Behandlung. Und da hat der Patient dann einen größeren Schaden. Wenn der Arzt/Pfleger einen Festbetrag bekommt, unabhängig von der Leistung, dann wird der schlechte Arzt/Pfleger nicht mehr praktizieren, auch wenn er nur faul da sitzt, ist es immer besser, als wenn er sinnlose oder schlechte Leistungen erbringt. Wichtig ist, dass die Leistung mit Herzblut und hoher Qualität erbracht wird. Das kann man aber mit Geld nicht erzwingen. So wie man sich Liebe nicht erkaufen kann, so ist es auch falsch zu denken, dass man gute Pflege kaufen kann. Der Pfleger/Arzt muss leben können, aber er darf zu der Leistung nicht gezwungen und schon gar nicht erpresst werden.
scotty56 09.12.2012
Solange die Ärzt auf telefonischen Zuruf durch Pflegedienste Verordnungen häuslicher Krankenpflege austellen ohne selbst die einfachsten Voraussetzungen zu kontrollieren bzw. zu beachten, wird im System immer Geld verbrannt [...]
Solange die Ärzt auf telefonischen Zuruf durch Pflegedienste Verordnungen häuslicher Krankenpflege austellen ohne selbst die einfachsten Voraussetzungen zu kontrollieren bzw. zu beachten, wird im System immer Geld verbrannt wrrden.
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  • Sonntag, 09.12.2012 – 08:17 Uhr
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Pflegeversicherungsstufen
Unter dem Sammelbegriff Pflegeversicherung werden die Versicherungen zur finanziellen Vorsorge gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit zusammengefasst. In Deutschland sind alle krankenversicherungspflichtigen Personen pflegeversichert. Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen , die organisatorisch zu den gesetzlichen Krankenkassen gehören. Ob und in welchem Maße eine Person pflegebedürftig ist, entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) ; er legt auch die Zuordnung in bestimmte Pflegestufen (I-III) fest. Die pauschalierten Geld- und Sachleistungen bzw. die Kosten für Pflegekräfte sind ein Zuschuss zu den Kosten für die Pflege. Die finanzielle Unterstützung ist nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt.

Die Säulen des Sozialsystems
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.





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