Billigkräfte Gewerkschaft fürchtet Arbeiteransturm aus China

Die Gewerkschaft IG BAU schlägt Alarm: Sie wettert gegen einen Brüsseler Richtlinienentwurf laut dem Arbeitnehmer aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können - und warnt vor Billigarbeiter-Strömen aus China.

Chinesische Wanderarbeiter in Peking: "Ruinöse Dumpinglöhne sind die Folge"
DPA

Chinesische Wanderarbeiter in Peking: "Ruinöse Dumpinglöhne sind die Folge"


Berlin - Reine Polemik oder ernstzunehmende Gefahr? Die Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt zumindest sieht den deutschen Arbeitsmarkt aufgrund eines Richtlinienentwurfs der EU-Kommission derzeit massiv gefährdet - und warnt vor Hunderttausenden Billigarbeitern aus China.

Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel sagte der "Bild-Zeitung": "Das Angebot an Arbeitern ist in China unerschöpflich, Leihfirmen und andere Unternehmen könnten Hunderttausende davon auf dem deutschen Arbeitsmarkt einsetzen. Ruinöse Dumpinglöhne sind die Folge."

Wiesehügel kritisiert konkret einen Richtlinienentwurf, wonach Arbeiter aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können, aber zu den Bedingungen ihres Heimatlandes angestellt bleiben. Drittstaatler können von einem EU-Staat an Firmentöchter oder Kunden in anderen EU-Länder weitergereicht werden. Chinesen, die zuerst zum Beispiel in Rumänien zum dortigen Mindestlohn von monatlich 175 Euro arbeiten, könnten dann zum selben Tarif in Deutschland beschäftigt werden.

yes/Reuters

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insgesamt 57 Beiträge
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Nemetz 03.02.2011
1. Warum "ruinoes"??
Zitat von sysopDie Gewerkschaft IG BAU schlägt Alarm: Sie*wettert gegen einen Brüsseler Richtlinienentwurf laut dem Arbeitnehmer aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können - und warnt vor*Billigarbeiter-Strömen aus China. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,743252,00.html
Wenig sachgerecht, was jener Gewerkschafter verzapft: Wettbewerbsfaehigkeit heisst das Zauberwort. Chinesische Facharbeiter, die fuer EUR 5.- oder 6.- auf dem Bau arbeiten, sind stets willkommen, zumal der deutsche Berufs- und Dauerarbeitslose sich zu 'fein' ist fuer Schmutzarbeit.
Seifen 03.02.2011
2. Na, da bin ich aber gespannt,
wie unser Politisches System noch finanziert werden soll? Das zu erwartende Steueraufkommen würde wohl nicht einmal einen Landeshaushalt decken können. Aber brauchen wir wirklich noch Bundesländer in Deutschland, wenn zunehmend politische Arbeit in Brüssel gemacht wird?
Bezahler 03.02.2011
3. Was soll daran den schlimm sein?
Zitat von sysopDie Gewerkschaft IG BAU schlägt Alarm: Sie*wettert gegen einen Brüsseler Richtlinienentwurf laut dem Arbeitnehmer aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können - und warnt vor*Billigarbeiter-Strömen aus China. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,743252,00.html
Ich finde es immer etwas ungeheuerlich wie Chinesen als Menschen zweiter Klasse betrachtete werden.Dieses mal ausgerechnet von den Gewerkschaften. Und das diese Menschen "in Strömen"zu uns kommen halte ich für platte Gewerkschaftspropaganda. Wer allerdings diese Wiesehügelgewerkschaft kennt der weiß ja wer da redet. Für ausgesprochenen Humanismus sind die nicht gerade berühmt. Alles übertrieben.Für 175€ arbeiten auch die Chinesen nicht mehr.Zumindest nicht wenn Sie im Ausland sind.Die wollen da auch schon mindestens 400€ haben.
viceman 03.02.2011
4. interessant, diese "eu" verbietet
Zitat von sysopDie Gewerkschaft IG BAU schlägt Alarm: Sie*wettert gegen einen Brüsseler Richtlinienentwurf laut dem Arbeitnehmer aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können - und warnt vor*Billigarbeiter-Strömen aus China. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,743252,00.html
glühlampen, verbeite krumme gurken und bananen ( wer weiß, welche lobby das durchgesetzt hat )- aber , da wo es um das wohl der einwohner /arbeitnehmer geht, dann fallen die um wie dominosteine. war schon bei der "dienstleistungsrichtlinie" so, mit denen solche lichtgestalten, wie der neue lambsdorf-graf , die deutschen löhne und sozialsysteme unterwandern wollten!
dab 03.02.2011
5. Stichwort Gleichbehandlung
Zitat von BezahlerIch finde es immer etwas ungeheuerlich wie Chinesen als Menschen zweiter Klasse betrachtete werden.Dieses mal ausgerechnet von den Gewerkschaften. Und das diese Menschen "in Strömen"zu uns kommen halte ich für platte Gewerkschaftspropaganda. Wer allerdings diese Wiesehügelgewerkschaft kennt der weiß ja wer da redet. Für ausgesprochenen Humanismus sind die nicht gerade berühmt. Alles übertrieben.Für 175€ arbeiten auch die Chinesen nicht mehr.Zumindest nicht wenn Sie im Ausland sind.Die wollen da auch schon mindestens 400€ haben.
Unsinn! Es geht darum, dass alle Arbeitnehmer nach den hier geltenden Tarifverträgen bezahlt werden.
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