Bruttoinlandsprodukt der Eurozone Wachstum in Spanien, Dämpfer für Griechenland

Die Wirtschaft in der Eurozone wächst - doch nicht alle Einzelstaaten können im vierten Quartal 2014 gute Zahlen vorlegen. Spanien und Deutschland waren stark, in Zypern und Griechenland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt hingegen.

Einkaufzone in Barcelona: Spaniens Wirtschaft wächst stark
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Einkaufzone in Barcelona: Spaniens Wirtschaft wächst stark


Luxemburg - Die Wirtschaft des Euroraums hat zum Jahresende etwas stärker zugelegt als erwartet. Wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte, stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) im vierten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt sogar um 0,9 Prozent. Das wirkt sich auch auf die Gesamtzahl für 2014 aus: Im ganzen Jahr stieg das BIP in der Eurozone um 0,9 Prozent.

Deutschland gilt als Taktgeber des Wachstums. Die größte Volkswirtschaft der Währungsunion wuchs im Schlussquartal um 0,7 Prozent. Auch Spaniens Bruttoinlandsprodukt legte im gleichen Umfang zu, während Frankreich nur ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent verzeichnete und auch Italiens Wirtschaft stagnierte.

Den stärksten Zuwachs im vergangenen Quartal konnte Estland verzeichnen (1,1 Prozent). Portugal legte um 0,5 Prozent zu. Rückläufig war die Wirtschaftsleistung in Zypern (minus 0,7 Prozent) und Finnland (minus 0,3 Prozent). Auch Griechenland entwickelte sich im Vergleich zum Vormonat negativ (minus 0,2 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr gab es jedoch einen Zuwachs von 1,7 Prozent.

Positive Entwicklung an den Börsen

Für das laufende Jahr sind die Wachstumsaussichten in der Eurozone gut: Begünstigt vom niedrigen Ölpreis und der von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgelösten Geldschwemme prognostizierte die EU-Kommission einen Konjunktur-Zuwachs um 1,3 Prozent.

An der Börse sorgten die mehrheitlich guten Konjunkturdaten sowie Signale für eine Annäherung im griechischen Schuldenstreit für Auftrieb. Der EuroStoxx 50 Chart zeigenstieg zwischenzeitlich um 0,88 Prozent auf 3447 Punkte. Zu den historischen Bestmarken fehlt dem Eurozonen-Leitindex allerdings noch ein gutes Stück, anders sieht es hingegen beim deutschen Dax Chart zeigen aus: Er knackte erstmals die Marke von 11.000 Punkten - Rekord.

Auch die anderen europäischen Indizes knüpften an die gute Vortagsentwicklung an: In Paris legte der CAC Chart zeigen-40-Index um 0,66 Prozent auf 4757 Punkte zu und für den Londoner FTSE Chart zeigen-100-Index ging es um 0,77 Prozent auf 6880,64 Punkte bergauf.

Der griechische Leitindex Athex Composite zeigte sich mit einem Plus von knapp sieben Prozent wie schon am Vortag überdurchschnittlich stark. Auch der russische RTS-Interfax-Index setzte seinen Höhenflug mit plus 3,5 Prozent fort - er hatte schon am Donnerstag deutlich von der Einigung auf eine Waffenruhe in der Ostukraine profitiert.

bka/dpa/Reuters



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insgesamt 14 Beiträge
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quantenmechanik 13.02.2015
1. Los
Politiker abgeschafft lassen wir uns doch gleicb von Worren Buffed leiten.. Laecherliche aussagen die sich auf Blasen schützen. Schauen sie mal welche Oligarchen von den 60 Mrd den geringsten Teil abbekommen. Es ist einfach lachhaft zu behaupten ohne wachende Realwirtschaft immer mehr gewinne einzufahren. Das einzige wodurch dieses gestützt wird ist die Leiharbeit staetige ueberstunden völlig ausser kontrolle geratende Agenda 2010 , aber lasst euch nicht stoeren Maenner die sich damit 30 Jahre und laenger beschaeftigen sehen das ja genauso. Endliche Erde mit Unendlichen Ressourcen. :D
bayern2004 13.02.2015
2. Wachstum wie?
Hat da nicht erst SPON gebracht, daß Griechenland besser sein soll als Deutschland - auch mit Wachstum und Reformen?
ProDe 13.02.2015
3. 0,7% in DE --- inflationsbereinigt ???
das Wort "real" habe ich jetzt nicht gesehen - dann dürfte das also nicht inflationsbereinigt sein. Dann ist das "Wachstum" des BIP also noch geringer. Der Export steigt fast zweistellig und das BIP tritt wie seit zig Jahren auf der Stelle. Deutschland ist damit weder Taktgeber noch Wirtschaftsmotor - im Gegenteil, DE lebt von der Verschuldung und Nachfrage anderer Staaten und erzeugt selbst so gut wie keine Nachfrage oder Wachstum. Ein weiterer Beweis, dass die Politik der Schuldenbremse bei gleichzeitiger Kürzung der Steuereinnahmen zwar zu Gewinnrekorden bei den Unternehmen führt, aber eben nicht zu Investitionen oder Nachfrage... ist eher Harakiri als Wirtschaftspolitik.
Atheist_Crusader 13.02.2015
4.
Zitat von bayern2004Hat da nicht erst SPON gebracht, daß Griechenland besser sein soll als Deutschland - auch mit Wachstum und Reformen?
Ein brennendes Haus verbraucht auch mehr Wasser...
karlsiegfried 13.02.2015
5. Mein Gott
Immer wieder Wachstum, Wachstum, Wachstum. Nur die folgenden Dinge wachsen: Arbeitslosigkeit, Volksverdummung, Krankenkosten, Altenkosten, Poltikerlügen, Steuern und Abgaben, Rentensenkungen, Hart-IV-Empfänger, Unzufriedenheit und, und, und.
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