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Prognose 2014: Weltbank erwartet globalen Aufschwung

Die Rede ist von einem Wendepunkt für die globale Wirtschaft: Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2014 angehoben. Außer den Schwellenländern treiben zusehends auch die Industriestaaten den Aufschwung voran.

Hamburger Hafen: "Die Leistung nimmt an Kraft zu" Zur Großansicht
DPA

Hamburger Hafen: "Die Leistung nimmt an Kraft zu"

Washington - Die Aussichten für die globale Wirtschaft sind nach Einschätzung der Weltbank so gut wie lange nicht mehr - dank einer positiven Entwicklung in den Industriestaaten. Ein Wendepunkt sei erreicht, befand die Institution in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu den globalen Aussichten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2014 demnach weltweit um 3,2 Prozent zulegen nach 2,4 Prozent im vergangenen Jahr. 2015 werde das Plus 3,4 Prozent betragen und 2016 dann 3,5 Prozent.

Noch im Juni hatte die Weltbank vorhergesagt, dass das Plus in diesem Jahr exakt drei Prozent betragen werde. Als Hauptgrund für den Aufschwung nennt die Organisation die Entwicklung in den Industriestaaten, die in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise litten.

Sparprogramme und politische Unsicherheit würden nicht mehr so schwer wiegen. Erstmals seit fünf Jahren gebe es Anzeichen, dass in den reicheren Ländern eine nachhaltige Erholung begonnen habe. Sie könnten somit nun zum zweiten Wachstumsmotor außer den Schwellenländern werden. Insbesondere in den USA sei mit einem stärkeren Wachstum zu rechnen.

"Die Leistung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt an Kraft zu und das sollte in den kommenden Monaten stärkeres Wachstum in den Entwicklungsländern unterstützen", sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. So steige das BIP in den reichen Nationen zwischen 2013 und 2016 von 1,3 auf 2,4 Prozent. In den Schwellen- und Entwicklungsländern zieht es der Prognose zufolge von 4,8 auf 5,7 Prozent an.

Auch für die Euro-Zone geht aufwärts: In diesem Jahr erreiche sie ein Wachstum von 1,1 Prozent, 2015 sollen es 1,4 Prozent sein und 2016 liege das Plus beim BIP dann bei 1,5 Prozent. Deutlich besser sieht es in den USA aus. Für die größte Volkswirtschaft rechnet die Weltbank in diesem Jahr mit 2,8 Prozent, für 2015 mit 2,9 und für 2016 mit 3,0 Prozent.

Die Organisation warnt aber auch vor globalen Risiken. Vor allem die Möglichkeit steigender Zinsen durch eine strengere Geldpolitik der Notenbanken könnte den aufstrebenden Ländern Probleme bereiten.

suc/Reuters/dpa

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insgesamt 43 Beiträge
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    Seite 1    
1. Für wen?
LebensKunst 15.01.2014
Bestimmt für die Bewohner in den Slums, Favelas oder in der Sahel- zone. Auch werden die Hartz 4 Empfänger oder Bezieher von kleinen Einkommen diesen Aufschwung sicher deutlich spüren!
2. Die Welt
polarwolf14 15.01.2014
brauch kein Wachstum, sondern Zufriedenheit. BWL und VWL abschaffen! Die schaffen sich auch so noch ab.
3. So schnell gehts: Gestern noch bremste Merkel
analyse 15.01.2014
zusammen mit deutschen Ingenieuren und Facharbeitern,die Weltwirtschaft und brachte alles durcheinander !Dürfen wir jetzt wieder für den Aufschwung benötigte Maschinen liefern ?
4. wie schön
berpoc 15.01.2014
Zitat von sysopDPADie Rede ist von einem Wendepunkt für die globale Wirtschaft: Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2014 angehoben. Neben den Schwellenländern treiben zusehends auch die Industriestaaten den Aufschwung voran. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bip-wachstum-2014-weltbank-erwartet-globalen-aufschwung-a-943585.html
Da freuen wir uns doch. Es lebe das unendliche Wachstum in einer endlichen Umgebung. Diese Quadratur des Kreises wird durch so schöne Prognosen, flankiert von vielen Statistiken jedesmal aufs Neue für machbar erklärt und am Ende knallts doch immer wieder. Kurz: nix Neues im Westen.
5. hmm
Oskar F 15.01.2014
Wirtschaftswachstum... die Frage ist doch viel eher wie man von der massiven Gesamtverschuldung im System runterkommen soll. Ein Wirtschaftswachstum wäre doch nur eine Aufschieberei. Ich halte die Meldung für einen Bluff. Ähnlich wie Mutti die Eurokrise vor einem Jahr für beendet erklärt hat. Früher oder später wird ein Währungsschnitt kommen, wie zig Male davor auch.
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